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10.05.2016

Steinaltes Denkmal vom Felshaufen gerettet

Ein Spaziergang bescherte dem Heinrich-Schliemann-Museum in Ankershagen ein besonderes Geschenk. Es ist ein Stein, der unseren Vorfahren vor langer, langer Zeit für kultische Zwecke diente und heute ein archäologisches Denkmal ist. Der Zufall rückt ihn nun ins rechte Licht.

Ankershagen. „Als Randberlinerin hatte ich schon immer viel Freude an der Natur. Besonders Steine und Fossilien interessieren mich“, erzählt Marlies Voppmann, die zusammen mit ihrem Mann Peter 2011 von der Hauptstadt nach Ankershagen zog. Schon Jahre zuvor hatte sich das Paar für ein altes Bauernhaus begeistert, das aufgrund des Schwammbefalls leider abgerissen werden musste. Und so wurde ein neues Zuhause in der Lindenallee gebaut, das von einigen Dorfbewohnern als das kleine Haus bezeichnet wird. Mit dem Müritz-Nationalpark vor der Tür geht es regelmäßig hinaus in Wald und Feld.
Bei einem Spaziergang im Park des Friedrichsfelder Schlosses wurde Marlies Voppmann auf einen Findling aufmerksam, der ganz oben auf einem Steinhaufen lag. „Es war gerade das richtige Licht, so dass ich dieses Teil als etwas Besonderes erkannte“, erzählt die 66-Jährige, die in Berlin als Ökonomin tätig war. Das Fundstück erwies sich als Schälchenstein, der zu den archäologischen Denkmalen aus der Zeit 1800 bis 800 vor Christus zählt. Typisch ist die kreisrunde Vertiefung auf der Kuppe des Steines, die kultische Handlungen vermuten lässt.
„Glücklich über diesen Fund meldeten mein Mann und ich mich beim Landesamt für Kultur und Denkmalpflege und baten, diesen Stein bergen zu dürfen“, erzählt Marlies Voppmann. Auch der Warener Bodendenkmalpfleger Ulrich Schoknecht begleitete das Vorhaben. Nachdem das Amt grünes Licht gab, half Landwirt Ralf Thormählen mit entsprechender Technik den Schälchenstein auf das Gelände des Schliemann-Museums zu hieven. Das Landesamt für Denkmalpflege lieferte den Text, den eine Warener Firma auf eine Ausstellungstafel brachte. Bezahlt hat diese die Familie Voppmann. „Wir betrachten es als Geschenk für die Schliemann-Gesellschaft und freuen uns über den geretteten Schälchenstein“, so die Neu-Ankershagenerin.
Der Troja-Ausgräber hat es auch Peter Voppmann, von Hause aus Jurist, angetan. So unterstützte er das Museum bei der Ausschilderung des 13 Kilometer langen Schliemann-Wanderweges, bringt sich in Lesungen und Ausstellungen ein. Beide Voppmanns sind Mitglied der Schliemann-Gesellschaft geworden und nehmen gern das kulturelle Angebot wahr, das die Einrichtung regelmäßig bereit hält.
Kontakt zur Autorin
m.jacobs@nordkurier.de

10.05.2016 
Quelle: Nordkurier 

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