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18.03.2013

Subbotnik: Sänger nehmen die Norm einfach mal zehn

750 Minuten für die Stadt. Penzlin zum Jubiläum zu verschönern, gilt unter den Vereinen als Ehrensache. Dem Männerchor hingegen war das alles viel zu wenig.
Von unserem Redaktionsmitglied
Thomas Beigang

Penzlin.Von wegen nur Wein, Weib und Gesang. Der vielköpfige Penzliner Männerchor kann auch tatkräftig Hand anlegen, was die Stimmgewaltigen am Wochenende erneut unter Beweis stellten. Zum dritten Mal haben sich die Männer getroffen, um ihren Beitrag zur Verschönerung ihrer Stadt vor dem bevorstehenden 750. Jubiläum zu leisten. 750 Minuten Arbeitseinsatz für jeden Verein, darum hatte die Stadtverwaltung ihre Einwohner gebeten. Ein Klacks für den Männerchor.
„Das ist schon unser dritter Subbotnik“, schmunzelt Chor-Chef Wolfgang Jäger, der mit seinen Mannen 350 Meter Friedhofböschung von Unkraut und Wildwuchs befreit und alles gleich auf einen großen Scheiterhaufen bugsiert. Die besonders kräftigen Sänger wie Michael Ihde und Dirk Maaß nehmen sich den Weg mit den Absätzen vor, lösen die alten wackligen Treppenstufen aus dem Erdreich und verankern die Stufen neu. Eine schweißtreibende Angelegenheit trotz der kühlen Außentemperatur. „Jetzt können auch die älteren Penzliner, die ihre Lieben auf dem Friedhof besuchen wollen, wieder gefahrlos den Aufgang nehmen“, sagt Michael Ihde.
Wolfgang Jäger zählt zusammen. Gut 15 Leute hat er an diesem Wochenende zum „Subbotnik“ hier versammeln können, wenn er alle Teilnehmer der drei Arbeitseinsätze mit den gearbeiteten Minuten multipliziert, kommt er auf rund 7500 Minuten – das Zehnfache der vom Rathaus „geforderten“ Norm. „Wie einst Adolf Hennecke oder Frieda Hockauf“, grinst Jäger ganz breit unter Berufung auf „Arbeiterhelden“ der DDR in den 50er-Jahren.

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18.03.2013 
Quelle: Nordkurier 

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