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07.07.2015

Teilen sich Ämter bald verschiedene Aufgaben?

Was sich wie ein Wortungetüm anhört, soll eigentlich die Arbeit zwischen zwei aneinandergrenzenden Ämtern vereinfachen: die Interkommunale Zusammenarbeit. Kosten könnten dadurch ebenso gespart werden.

Waren. Sven Flechner, Bürgermeister von Penzlin, bereitet die personelle Ausstattung der Amtsverwaltung manchmal ein paar Sorgen. „Es gibt jetzt schon Schwierigkeiten, in einem Urlaubs- oder auch Krankheitsfall eine Vertretung zu finden“, sagt Penzlins Bürgermeister. Gelinge das, bediene diese Person dann gleich eine Vielzahl von Aufgaben und könnte beispielsweise für den Schul- und Kultursachbereich sowie den Bereich Einwohnermeldeamt zuständig sein, macht er deutlich. „Wir stoßen bald an unsere Grenzen“, sagt Flechner.
Deswegen sei es seiner Meinung nach auch Zeit, über einen intensiveren Aufgabenaustausch zwischen den Verwaltungen von aneinandergrenzenden Ämtern nachzudenken. Das Schlüsselwort lautet dabei interkommunale Zusammenarbeit. Damit ist gemeint, dass Aufgaben in einem Amt im Bedarfsfall von Kollegen aus einem angrenzenden Amt miterfüllt werden. Das ist schon jetzt teilweise der Fall. So übt beispielsweise das Amt Seenlandschaft-Waren als Dienstleister die Vollstreckungsaufgaben für das Amt Penzliner Land aus. Die Stadt Waren übt im Rahmen eines Vertrages die Aufgaben des Personenstandswesens für das Amt Seenlandschaft-Waren aus. Sollte die Zusammenarbeit allerdings sehr eng ablaufen, müsste das genauer geregelt werden. „Über die Aufgaben müsste aber dann konkret ein Vertrag abgeschlossen werden“, meint auch Flechner.
Eine „Ämter-Hochzeit“ ist mit der intensiveren Zusammenarbeit nicht gemeint. Das wollen viele Ämter im Landkreis Mecklenburgische-Seenplatte auch gar nicht, erläutert Thomas Diener, Amtsvorsteher vom Amt Penzliner-Land. Besonders dann nicht, wenn bei einem der Ämter eine Stadt bereits die Verwaltungsaufgaben für das Amt mit ausübt. „Die Gemeinden im Amt befürchten dann, dass sie hinter den Bedürfnissen der Stadt zurückstehen werden“, erläutert Thomas Diener. Ob sich das neue Modell unter den Ämtern überhaupt durchsetzen werde, ist für Diener noch fraglich. Dass eine Stadt wie beispielsweise Waren im Bedarfsfall beim Amt Seenlandschaft-Waren mit einspringt, ist seiner Meinung nach praktikabler.
Dennoch kann er der interkommunalen Zusammenarbeit auch etwas positives abgewinnen. „Man spart Kosten, ohne an die Strukturen ran zu müssen“, sagt Diener.
Penzlins Bürgermeister Sven Flechner setzt die Variante „Interkommunale Zusammenarbeit“ fast schon in die Wirklichkeit um. Er führe jetzt schon Gespräche mit vielen verschiedenen Verwaltungen wie dem Amt Neustrelitz-Land, erläutert Flechner, der sich gut auf zukünftige Aufgaben einzustellen versucht. „Die interkommunale Zusammenarbeit sei zwar noch keine vordringliche Aufgabe, aber sie werde in absehbarer Zeit auf viele Amtsverwaltungen zukommen“, sagt er.

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n.schuldt@nordkurier.de

07.07.2015 
Quelle: Nordkurier 

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