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01.02.2016

Thomas Diener landet auf Position Nummer 21

Der CDU-Mann aus der Müritz-Region hat am Samstag in Neubrandenburg für die Kanzlerin geklatscht. Doch das ist nur eine kleine Randnotiz. Es ging auf dem Parteitag nämlich auch um seine Person.

Möllenhagen/Neubrandenburg. In der Innenstadt von Neubrandenburg prallen am Samstagmittag zwei unterschiedliche Welten aufeinander: Die etwa 200 Teilnehmer der Kundgebung der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland auf dem Marktplatz in Neubrandenburg demonstrieren lautstark gegen die Bundeskanzlerin. „Merkel muss weg“, rufen sie. Nur einen Steinwurf entfernt im Haus der Kultur und Bildung (HKB) erheben sich zur gleichen Zeit dagegen 140 Männer und Frauen von ihren Stühlen und applaudieren der Regierungschefin.
Die CDU-Bundesvorsitzende gehört dem Landesverband Mecklenburg-Vorpommern an und nimmt deshalb am Parteitag in der Vier-Tore-Stadt teil. Auch Möllenhagens Bürgermeister Thomas Diener ist für seine Parteifreundin aufgestanden. „Aus Respekt und weil sie eine gute Rede gehalten hat“, sagt Diener.
Die Kanzlerin hat in ihrer Rede beim Thema Flüchtlingskrise einen Ton angeschlagen, den man so von ihr bisher nicht kannte. Sie erwartet von den Asyländerungspaketen des Bundes eine spürbare Eindämmung der Flüchtlingsströme und weist den größten Teil der einreisenden Flüchtlinge darauf hin, dass deren Zeit in Deutschland begrenzt ist. Für Diener der richtige Weg. „Das hätte aber schon früher passieren müssen“, findet der CDU-Mann aus der Müritzregion.
Auf dem Parteitag im Saal des HKB geht es aber auch um seine Person. Die Christdemokraten lauschen und huldigen nicht nur der Kanzlerin, sondern beschließen auch ihre Kandidatenliste für die Landtagswahl im September. Die aussichtsreichsten Plätze sind natürlich für die Spitzenkandidaten wie Innenminister Lorenz Caffier oder Generalsekretär Vincent Kokert reserviert. Diener wird auf Position 21 bestätigt. „Das ist ganz Ordnung“, findet er. Den Sprung in den Landtag will er ohnehin über den Gewinn des Direktmandates im Wahlkreis 20 schaffen.
Der Bürgermeister und Vorsitzende des Kreisbauernverbandes ersetzt bei der Landtagswahl 2016 das langjährige Mitglied Wolf-Dieter Ringguth. Hauptkonkurrentin um den direkten Einzug in das Landesparlament wird die 25-jährige SPD-Kandidatin Nadine Julitz sein. „Sie ist jung, hübsch und engagiert“, sagt der 52-Jährige über die Gegenspielerin. Er sieht für sich aber einen entscheidenden Vorteil: „Man braucht auch ein bisschen Lebenserfahrung.“
Die Aufstellung auf der Landesliste ist eine Art Absicherung – sollte Diener den direkten Sprung ins Parlament verpassen, könnte er einen Sitz über die Landesliste ergattern. Aber auch das ist keine Garantie. Seine Partei stellt derzeit 18 Abgeordnete im Schweriner Landtag. Zwölf hatten ihre Wahlkreise bei der letzten Wahl direkt gewonnen. Nur sechs schafften es über die Landesliste. Für den Kandidaten Nr. 21 hätte es damals nicht mehr gereicht.
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u.roll@nordkurier.de

01.02.2016 
Quelle: Nordkurier 

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