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25.03.2017

Todesfall Sarah H. landet in Karlsruhe

Der Foltertod von Sarah H. wird den Bundesgerichtshof beschäftigen. Dabei wird der Fall aber nicht noch einmal komplett aufgerollt.

Neubrandenburg/Alt Rehse. Das Urteil des Neubrandenburger Landgerichts gegen Axel-Ingo G. wird nun vom Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe geprüft. Der Verteidiger des zu fünf Jahren Gefängnis Verurteilten, der seine Lebensgefährtin Sarah H. zu Tode gefoltert hatte, hat Revision eingelegt. Das bestätigte am Freitag auf Nachfrage Carl Christian Deutsch, Vizepräsident des Landgerichts in der Viertorestadt. Damit würde der BGH den Prozess gegen den 51-Jährigen aus Alt Rehse auf Gesetzesverletzungen hin prüfen. Das könne allerdings mindestens sechs Monate dauern.
Bis es zu einer Entscheidung aus Karlsruhe kommt, werde Axel Ingo G. in Untersuchungshaft bleiben. Jedenfalls so lange, wie die Untersuchungshaft nicht unverhältnismäßig werde, sagte Deutsch. Das bedeutet konkret: Wenn ein Großteil der Strafe durch die vorgeschriebene Anrechnung der U-Haft verbüßt wäre. „Der Rest ist eine Frage des Einzelfalls. Es ist in Ausnahmefällen eine Halbstrafe, bei einem Ersttäter auf jeden Fall eine vorzeitige, bedingte Entlassung, also auf Bewährung, nach Ablauf von zwei Drittel der Strafe zu prüfen“, erklärte der Jurist. Prüfungsmaßstab sei das Risiko weiterer Straftaten. Der BGH verwirft im Regelfall die Berufung oder hebt im Falle von Gesetzesverletzungen das Urteil auf und verweist es an die erste Instanz zurück.
Das Gericht hatte Axel Ingo G. vor gut einer Woche wegen Freiheitsberaubung und Körperverletzung mit Todesfolge schuldig gesprochen. Allerdings war dem Verurteilten wegen seiner psychischen Verfassung eine „verminderte Schuldfähigkeit“ zugestanden worden. Kontakt zur Autorin
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25.03.2017 
Quelle: Nordkurier 

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