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27.07.2017

Traum vom Spielplatz ist schon wieder gekippt

Der lang ersehnte Spielplatz in Rockow wird zur unendlichen Geschichte. Wieder geraten die Pläne ins Stocken. Denn nach der Ausschreibung sind die Rockower eher genervt, als dass ihr Nerv getroffen wurde. Ein Dorf weiter freuen sich die Kinder dagegen schon.

Möllenhagen. Für den Spielplatz am Ortsausgang von Kraase sind die Tage gezählt. Den Geräten steht ein Umzug bevor. Und zwar auf das Gelände neben dem Feuerwehrgerätehaus. Weil das Areal viel zu abgelegen war, wurde es von den Kindern des Dorfes kaum angesteuert. Nun soll ein neuer Tobeplatz entstehen, der irgendwie mit der Feuerwehr zu tun hat.
Kinder und Eltern hatten dafür schon im Rahmen eines Workshops ihre Ideen eingebracht und mit einer Fachfrau ein Modell erarbeitet. Dieses Realität werden zu lassen, dafür begeisterten sich zwei Firmen. Eine davon konnte mit ihrem Angebot überzeugen. Die Gemeindevertretung Möllenhagen wird alsbald den Auftrag für den Bau auslösen, sagte Bürgermeister Thomas Diener. Baubeginn könnte noch in diesem Jahr sein.
Weniger gut gelaufen ist es mit den Plänen für den Spielplatz in Rockow, für den Eltern und Kinder sich bereits seit 2014 einsetzen. Ein altes Holzklettergerüst, eine Schaukel und ein lütter Sandkasten laden die Kinder nicht gerade zum Herumtollen ein. Und so entschieden sie sich für ein Modell, das einer Spaßwasserlandschaft gleichen soll.
Ebenso wie die Kraaser nutzten die Rockower dafür den Workshop, der Voraussetzung für die dringend benötigten Fördermittel war. Das Geld stellt die Leader-Aktionsgruppe Müritz zur Verfügung. Jeder Spielplatz kostet an die 30 000 Euro. Jost Reinhold sicherte mittels seiner Stiftung die Eigenmittel für die Gemeinde ab.
Besonders bitter ist für die Rockower nun, dass sich nur eine Firma für den ausgeschriebenen Spielplatzbau gefunden hat. Doch bei einem Termin mit Abgeordneten und Bürgern aus dem Ort wurde schnell klar, dass man bei der Umsetzung des Modells keinen gemeinsamen Nenner findet. Wie Ulrike Hannemann vom Bauamt der Amtsverwaltung Penzlin während des Bauausschusses darlegte, werde nun eine erneute Ausschreibung für die Anlage in Rockow notwendig.
Doch zuvor müsse bei der unteren Rechtsaufsichtsbehörde des Kreises geklärt werden, ob die Gemeinde Möllenhagen diesen Weg beschreiten darf. Gebe es doch strikte Regeln für die Vergabe von Leader-Mitteln. Man hoffe, bis zum 1. August Antwort vom Kreis zu bekommen.
„Wenn weitere Jahre ins Land gehen, brauchen unsere Kinder den Spielplatz nicht mehr. Denn dann sind sie ja schon im Jugendweihealter”, kritisierte Tom Schulz aus Rockow die Verfahrensweise. Denn schon im Vorjahr kam die ganze Angelegenheit ins Stocken, da sich kein Fachmann für die vorgeschriebene Zukunftswerkstatt mit Workshop fand.
Für Bürgermeister Thomas Diener ist klar: „Mit dem Erarbeiten des Modells vom künftigen Spielplatz wurden Erwartungen geweckt, die auch angesichts der begrenzten Finanzierungsmöglichkeiten nicht vollends erfüllt werden können. Dennoch müssen wir uns rechtlich absichern, damit dieses Projekt doch noch umgesetzt werden kann.”
Bessere Nachrichten gab es im Bauausschuss zur Anschaffung eines neuen Spielgerätes für Lehsten. Denn hier muss das Klettergerüst mit Rutsche und Wackelbrücke zur Sicherheit der Kinder ausgetauscht werden. Darum erfolgte ein Spendenaufruf in der Gemeinde. Schließlich werden für die Neuanschaffung an die 10 000 Euro gebraucht. Wieder ist es Jost Reinhold, der schon 2000 Euro zusagte. Und auch die Müritz-Sparkasse zeigte sich mit 1000 Euro spendabel. „Wir sammeln weiter und werden dafür auch das Dorffest am 5. August in Lehsten nutzen”, so der Bürgermeister.
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m.jacobs@nordkurier.de

27.07.2017 
Quelle: Nordkurier 

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