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17.12.2016

Trotz Minus – Hauptsache handlungsfähig

Mit dem Ja für den Haushalt 2017 hoffen die Gemeinde-vertreter von Ankershagen, möglichst schnell neue Projekte anpacken zu können. Große Sprünge können sie allerdings nicht machen, da der Etat wieder nicht ausgeglichen ist und die Kreisumlage mächtig gestiegen ist. Das könnte sogar ein Nachspiel haben.

Ankershagen. Sich nicht mal mehr einen Nagel kaufen zu können – nein, dieses Szenario wollen die Abgeordneten von Ankershagen für ihre Gemeinde nicht heraufbeschwören. Dabei geht der Blick nach Möllenhagen. Mit der Nichtverabschiedung des Haushaltes 2017 ist man dort zunächst handlungsunfähig. Einstimmig verabschiedeten die Gemeindevertreter also Haushaltssatzung und -sicherungskonzept für 2017.
„Wir haben in diesem Jahr selbst erlebt, wie es ist, kein Geld in die Hand nehmen zu können für geplante Vorhaben. Bis April mussten wir warten, bis der Kreis unseren Haushalt genehmigt hatte”, erinnerte Bürgermeister Thomas Will auf der Gemeindevertretersitzung am Donnerstag. Knackpunkt war die Anschaffung eines kleinen Traktors, der dringend für die Pflege der Grünanlagen benötigt wurde. Schließlich konnte das Gerät doch gekauft werden. Trotz der späten Genehmigung des Gemeindeetats packte Ankershagen viele Aufgaben an, etwa die Sanierung der Gemeindestraße Freidorf-Klockow und der Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses in Friedrichsfelde.
Allerdings: Für 2017 konnte der Haushalt nun wieder nicht ausgeglichen werden. Es gibt Parallelen zum laufenden Etat. Wie Amtsleiter Matthias Mahnke darlegte, weist die Kommune im Ergebnishaushalt ein Minus von 200 000 Euro aus, 230 000 sind es im Finanzhaushalt. Trotz geplanter Tilgungsraten von 110 000 Euro überziehe Ankershagen den Dispokredit wieder mit über 471 000 Euro.
„Es ist abzusehen, dass wir so schnell keine schwarzen Zahlen mehr schreiben werden. Die Gemeinde hängt längst am Tropf. Alles wird teurer. Und das auch, weil das Konstrukt vom Großkreis zu keinerlei Einsparungen führt”, warf Abgeordneter Ulrich Schmiechen in die Debatte. So muss Ankershagen für die Kreisumlage 2017 über 101 000 Euro locker machen, das sind 45 000 Euro mehr als 2016. Dagegen in den Widerspruch zu gehen, behält sich die Kommune noch vor.
Trotz klammer Kasse wurde bei den Investitionen fürs nächste Jahr die Anschaffung eines Bürgerbusses mit aufgenommen, der mit 50 000 Euro zu Buche schlägt. Dabei geht es um mehr Mobilität gerade auch für ältere Bürger –ist Ankershagen doch so gut wie abgeklemmt vom öffentlichen Nahverkehr. „Der Bus könnte die Leute bis zur nächsten Haltestelle des dat-Busses transportieren oder nach Kratzeburg, wo es eine Bahnanbindung gibt. Aber auch für touristische Zwecke wäre er geeignet”, sagt Thomas Will. Mit Hilfe von Leader-Mitteln, Spenden der Jost-Reinhold-Stiftung und Geldern aus der Bodenneuordnung könnte dieses Vorhaben umgesetzt werden. Eigenmittel von 5000 Euro werden zudem gebraucht, um sich am Radwegebau zwischen Ankershagen und Pieverstorf zu beteiligen. Auch für die Feuerwehren Ankershagen und Bocksee sind Anschaffungen notwendig.
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m.jacobs@nordkurier.de

17.12.2016 
Quelle: Nordkurier 

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