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15.10.2016

Unanständig: Unterstand schon wieder geplündert

Kamen sie bei Nacht oder am helllichten Tag? Mit Fahrrad oder Auto? Dreiste Diebe haben abermals Steine aus der Pflasterung eines Unterstandes am Penzliner Radweg geklaut. Nicht nur der Bürgermeister ist empört.

Penzlin. „Ich glaube es nicht! Vor einigen Wochen ist das bereits im vergangenen Jahr geklaute Pflaster ersetzt worden und nun fehlen abermals Steine“, macht Bürgermeister Sven Flechner seinem Ärger Luft und schickt dem Täter Schimpftriaden hinterher. Ein Penzliner hatte am Donnerstag die Stadtverwaltung darauf aufmerksam gemacht, dass beim Unterstand am Radweg von Mallin in Richtung Penzlin schon wieder Pflaster gestohlen wurde.
Die Piste auf dem Alten Bahndamm gehört zu den Vorzeigeobjekten im Penzliner Land, wurde vor zwei Jahren im Rahmen des Radwegekonzeptes vom Kreis zwischen Klein Lukow und Mallin auf einer Strecke von neun Kilometern mit einer festen Fahrbahn versehen. Penzlin brachte sich mit Eigenmitteln in das Vorhaben von insgesamt 800 000 Euro ein. „Der Landkreis hatte das Ausbessern des Belages in den Sommermonaten übernommen, musste dafür extra eine Firma beauftragen. Wir machen natürlich eine Strafanzeige“, so das Stadtoberhaupt.
Was gäbe es doch bloß für Mitmenschen, ereifert er sich abermals. Nach Angabe des Bauamtes belaufe sich der Schaden auf rund 500 Euro. „Es sind nur einfache Pflastersteine. Doch die Reparatur so einer Fläche ist immer kostenintensiv“, sagt Sven Flechner und verweist auf die für 2016 im Penzliner Haushalt eingestellten Mittel von 100 000 Euro für die Straßenunterhaltung. Mit diesem Geld komme man nämlich nicht weit.
Auch Bärbel Liske von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Seenplatte-Landkreises verschlug es fast die Sprache, als sie die Diebstahl-Meldung von der Penzliner Stadtverwaltung erhielt. „Wer macht denn so was – war mein erster Gedanke. Jeder Hinweis auf diese Tat ist uns willkommen. Wir haben im Juli dieses Jahres 900 Euro für das Komplettieren der Pflasterung am Unterstand des Radweges investiert“, sagt sie.
Da der Landkreis sich um das Unterhalten dieser speziellen Asphaltwege kümmert, werde er diesen Schaden wohl abermals übernehmen müssen. Ob das noch in diesem Jahr möglich sein werde, konnte die Mitarbeiterin der Verwaltung nicht sagen. Noch mehr Poller zu setzen, um das Befahren der Wege mit dem Auto zu verhindern und damit Langfinger abzuschrecken, darin sehe sie keine Lösung.
Einen Lichtblick gebe es aber inzwischen für alle, die den Weiterbau des Bahndamm-Radweges von Mallin nach Wulkenzin erhoffen. Denn von hier schließt sich der straßenbegleitende Radweg an der B 192 nach Neubrandenburg an. Bärbel Liske hofft, dass es mit dem Bau der noch ausstehenden 1,4 Kilometer langen Strecke im nächsten Jahr losgehen könnte. Zumindest gebe es dafür ein Signal aus Schwerin. Die Maßnahme wurde als förderfähig eingestuft. Gegenwärtig prüfe das Straßenbauamt Neustrelitz nochmals die Unterlagen, da für den auf dieser Strecke anliegenden Landwirt der Radweg an einigen Stellen statt der üblichen 2,50 Meter auf 3 Meter Breite ausgebaut werden müsse.
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m.jacobs@nordkurier.de

15.10.2016 
Quelle: Nordkurier 

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