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08.11.2017

Unbekannte Täter fällen Bäume und flüchten

Mehrere Bäume zwischen Mallin und Passentin sind Opfer von Vandalen geworden. So etwas haben auch die Experten noch nicht erlebt. Die Täter sind noch unbekannt – die Polizei hofft jetzt auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Mallin/Passentin. Wer tut so etwas und warum? Diese Fragen stellt sich Dietmar Rüthnick. Rüthnick ist in der Stadtverwaltung Penzlin für Forst und Baumpflege zuständig – und das, was er in den vergangen Tagen gesehen hat, ist selbst für ihn Neuland. In der Nacht von Donnerstag zu Freitag wurde an der Gemeindestraße von Mallin nach Passentin eine Esche gefällt und einfach zurückgelassen. „Es wurde weder die Baumkrone entfernt noch Holz geklaut. Der Baum wurde schlichtweg zerstört und auf der Straße liegen gelassen. Was soll das?”, regt sich Rüthnick auf. „So etwas habe ich wirklich noch nie erlebt”, zeigt sich der Baumexperte entsetzt.
Die Feuerwehr bemerkte den umgestürzten Baum im Zuge der Schadensbeseitigung nach Sturm „Herwart” und informierte die Stadtverwaltung. Rüthnik und Uwe Brandt, Bauhofleiter der Stadt Penzlin und Gemeindewehrführer, verschafften sich vor Ort umgehend ein Bild von der Lage und stellten schnell fest: Dieser Baum ist definitiv nicht wegen des Sturms umgekippt. Hier waren Menschen am Werk. „Die Esche wurde auf einer Höhe von etwa einem Meter mit einer Handsäge abgeschnitten”, sagt Brandt und erklärt: „Das ist an dem glatten Schnitt und den feinen Sägespänen zu erkennen.” Auch er empört sich über die Vandalen: „Auf der Straße liegende Bäume sind eine erhebliche Gefahr für Autofahrer.”
Die gefällte Esche ist nicht der einzige Baum, der den Männern Kopfschmerzen bereitet. Insgesamt zehn weitere junge Winterlinden wurden auf dem gleichen Abschnitt zerstört und ebenfalls liegen gelassen. Bemerkt hatte das Uwe Brandt am Montag. Wieder wurde kein Holz geklaut. „Das ist schon ziemlich kurios. Und das muss auch eine unglaubliche Arbeit und sehr zeitaufwendig gewesen sein. Die Bäume stehen auf einem Abschnitt von 200 Metern.”
Den Schaden schätzen die Baumexperten auf satte 7000 Euro. „Pro Baum müssen wir mit 600 bis 700 Euro Schaden rechnen”, sagt Brandt und fügt hinzu: „Die Summe setzt sich aus der Art, dem Alter sowie dem Umfang des Baumes zusammen.”
Das örtliche Ordnungsamt hat bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt gestellt. Was die Ergreifung der Täter angeht, tappen die Stadtverwaltung und auch die Polizei aber noch im Dunkeln. Beide hoffen jetzt auf Hinweise aus der Bevölkerung. Diese werden bei der Polizei Waren unter Telefon 03991/1760 entgegen genommen.

08.11.2017 
Quelle: Nordkurier 

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