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29.12.2016

Verstoß bei Silvester-Regeln? Im neuen Jahr kann’s Feuer geben

Sozusagen eine eigene kommunale Feuerwerks-verordnung gilt für Alt Rehse zu Silvester. So soll Bränden vorgebeugt werden. Tragen in diesem Dorf doch viele Häuser ein Reetdach. Das heißt, besonders vorsichtig zu sein. Doch nicht alle halten sich daran.

Alt Rehse. Abstand halten heißt es am 31. Dezember in Alt Rehse. Auch hier wird wie überall im Land das Jahr 2016 mit Böllern und Raketen verabschiedet.
Doch in diesem Ortsteil von Penzlin müssen besondere Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigt werden. Denn die reetgedeckten Häuser, die für das Dorf ganz typisch sind, gelten als brandgefährdete Objekte. Darum darf nur im Abstand von 200 Metern dazu Silvesterfeuerwerk abgebrannt werden. „Das gilt besonders für Raketen, die möglichst gar nicht im alten Dorfkern gezündet werden sollten”, spricht Penzlins Bürgermeister Sven Flechner Einschränkungen aufgrund des Brandschutzes an. Damit werde aber kein Verbot ausgesprochen. Schon seit der Wende gebe es diese Regelung, die den Alt Rehsern gut bekannt sei. Darum wurden Silvesterböller früher auch abseits des Dorfes auf dem Gerichtsberg abgefeuert.
Laut Kreissprecherin Haidrun Pergande gebe der Landkreis diesbezüglich keine spezielle Verfügung für Alt Rehse heraus. Sie verweist auf das Sprengstoffgesetz der Bundesrepublik. Danach sei das Abbrennen von Pyrotechnik in unmittelbarer Nähe von Reet- und Fachwerkhäusern grundsätzlich verboten.
„Immer wieder ist zu hören, dass manche Gäste auf diese Regelung zu Silvester in Alt Rehse pfeifen und es auch in Nähe der Reetdachhäuser ordentlich krachen lassen. Hinweise im Ordnungsamt könnten dazu beitragen, auch im Nachhinein diesen Verstößen nachzugehen”, so der Bürgermeister. Auch Wolfgang Fuhrmann hat diesbezüglich schon Beobachtungen gemacht und ärgert sich über rücksichtsloses Verhalten einiger Mitmenschen. „Ich selber gebe kein Geld für Knallerei aus”, zeigt er sich prinzipienfest und wird mit seiner Familie Silvester im Dorfgemeinschaftshaus feiern. Denn der Verein Lindendorf Alt Rehse trifft sich dort zu Tanz und Musik. An die 43 Leute hätten sich schon angemeldet, so Wolfgang Fuhrmann.
Nicht nur der Jahresausklang ist für die Vereinsmitglieder Anlass zum Feiern. Hatten einige von ihnen dem Penzliner Landmarkt im Oktober in Passentin doch wieder zum Erfolg verholfen. Aber auch die Wiedereröffnung des Naturlehrpfades in ihrem Dorf, geht auf die Vereinskappe. Dafür waren viele Arbeitsstunden und fachliches Können notwendig.

Kontakt zur Autorin
m.jacobs@nordkurier.de

29.12.2016 
Quelle: Nordkurier 

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