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18.04.2013

Verwaltungsmitarbeiter schwitzen beim Löschangriff

Tatütata, das Amt ist da. Gleich 17 Mitarbeiter der Verwaltung lassen sich in Penzlin zu Feuerwehrleuten ausbilden. Da kommt so mancher Schreibtischtäter ins Schwitzen.
Penzlin (cs) „Sauglänge auf“, ruft Olaf Propp und gemeinsam mit drei Kollegen wuchtet er die schwarzen Schläuche rund einen Meter in die Höhe um sie sauber miteinander verschrauben zu können. Ein leichtes Klicken, als der Karabiner einrastet. „Sauglänge ab.“ Und weiter zum nächsten Teilstück.

Zügig und sauber soll dass gehen, damit das Wasser aus dem Teich schnell in die Pumpanlage des Feuerwehrautos fließt. Doch der Teich ist eigentlich nur ein Parkplatz und im Umkreis ist nirgends ein Feuer auszumachen. Auf der anderen Straßenseite steht eine ältere Dame mit einem Kind an der Hand und beobachtet das Treiben.

Die nagelneuen Helme funkeln in der Frühlingssonne

Propp und seine Mitstreiter sind Mitarbeiter der Penzliner Amtsverwaltung. Sie lassen sich zu Feuerwehrleuten ausbilden, um die Wehr der Stadt zu unterstützen. Vor allem tagsüber, wenn es besonders schwierig ist, genügend Retter für den Bereitschaftsdienst zu finden.

Als Anreiz dürfen die ihre Ausbildung während der Arbeitszeit absolvieren.
„Jetzt noch mal Konzentration“, ruft Gemeindewehrführer Uwe Brandt seinen künftigen Kollegen zu. Die Helme seiner Schützlinge funkeln in der Frühlingssonne. Kein Wunder, sie sind schließlich brandneu.

„Es hat eine ganze Weile gedauert, bis wir die Ausrüstungen für so viele Neue zusammen hatten. Das musste ja auch erstmal alles bezahlt werden“, erklärt Brandt und schaut dabei zu Matthias Mahnke. Der ist hauptberuflich Hüter der Kassen im Penzliner Land. Gerade hat er die Saugrohre wieder demontiert und im Feuerwehrauto verstaut. Jacken, Hosen, Helme, Handschuhe, Stiefel: Rund 800 Euro kostet die persönliche Ausstattung für einen Feuerwehrmann. Bei insgesamt 17 Neuen ist das ein kleines Vermögen.

Wehrführer ist von den Neuen überzeugt

Doch jetzt kann endlich die praktische Ausbildung beginnen. Im Mai oder Juni sollen die Neuen ihre Prüfung ablegen. Bis dahin müssen sich noch ganz schön schwitzen. Denn die Schutzkleidung ist nicht gerade luftig. „Wir müssen unter möglichst realen Bedingungen proben. Wenn bei einem Einsatz noch Lärm und Stress dazukommen, muss jeder Handgriff sitzen“, so Brandt.

Dass sich das Finanzieren und Schwitzen lohnt, davon sind Kämmerer und Wehrführer überzeugt. „Wenn wir als Amtsfeuerwehr ausrücken, wird erwartet, dass wir in Zugstärke auftreten“, sagt Brandt. Doch 21 Mann kämen unter der Woche nicht mehr zusammen. Mit der Unterstützung der Verwaltung soll das wieder möglich sein.
18.04.2013 
Quelle: Nordkurier 

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