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09.12.2017

Viel Neues in den Regalen zu entdecken

Die Penzliner Bibliothek hält sich an die Regeln und kann sich darum über Landeszuschüsse freuen. Noch vor Weihnachten war nun Bescherung.

Penzlin. Es kann ausgepackt werden. Paket für Paket konnte Susan Lambrecht dieser Tage 120 neue Bücher und Hörbücher entgegen nehmen. Das Land ermöglichte der Stadtbibliothek von Penzlin ein vorweihnachtliches Geschenk. „Ich bin so stolz darauf, dass wir regelmäßig Fördergelder zum Kauf neuer Medien erhalten. In diesem Jahr wurden uns 1595 Euro zur Verfügung gestellt”, sagt die Bibliothekarin.
Durch eine Förderung von 10 000 Euro im Jahr 2015 konnte für die Einrichtung in der Großen Straße 4 moderne Software angeschafft werden, die Grundlage für den Onlinekatalog war. Dass der Geldsegen seither nicht abreißt, hat mit der Erfüllung geforderter Qualitätskriterien zu tun. Dazu gehören jährlich eine Erneuerungsrate im Medienbestand von sieben Prozent, regelmäßige Öffnungstage und die Beteiligung an Landesprojekten wie dem Ferienlesesommer. In der Penzliner Einrichtung gibt es zudem zwei Internetplätze für die Leser.
Von den 98 öffentlichen Bibliotheken in Mecklenburg-Vorpommern werden 35 durch Landesmittel gefördert, darunter auch 28 in Städten unter 20 000 Einwohnern. Gleichfalls werden damit die Kommunen in die Pflicht genommen, ihre Bibliotheken auf hohem fachlichen Niveau zu halten.

Sie kann sogar bei Familienforschung helfen

Romane, Kinder- und Sachbücher hat Susan Lambrecht eingekauft und richtete sich bei den Bestellungen nach den Wünschen ihrer Leser. Tipps gerade für Thriller und Krimis kamen von ihren ehrenamtlichen Mitstreiterinnen Doreen Skischally und Christina Schaumann, die wiederum die neue Lektüre mit der erforderlichen Signatur versehen werden. Denn erst dann finden die Neuanschaffungen den Weg in die Regale. Aus rund 8000 Medien können sich die Leser hier bedienen.
„Besucherverkehr und Ausleihen waren ähnlich wie im Vorjahr”, zieht Susan Lambrecht ganz grob Bilanz. So wurden bis Ende November 1807 Leser registriert, 4235 Bücher und andere Medien wechselten für bestimmte Zeit den Besitzer. Dass Kinder nach der Ferienaktion des öfteren in die Lesestube schauen, darüber freut sich die Fachfrau sehr. Übrigens eignen sich Jahres- und Familienkarte vortrefflich als Geschenk für den weihnachtlichen Gabentisch...
In der Bibliothek geht es aber nicht nur um Lesestoff. Befindet sich hier doch auch das Stadtarchiv, das ebenfalls von Susan Lambrecht verwaltet wird. Oft gibt es Anfragen auch von außerhalb. So nutzen Studenten das Archiv zum Beispiel bei Nachforschungen zu bestimmten Persönlichkeiten. In den vergangenen Monaten hatten acht Historiker ganz konkrete Fragen an Susan Lambrecht, die dafür in Geburts-, Sterbe- und Heiratsregistern blätterte. In puncto Familienforschung konnte sie in 23 Fällen helfen.
Geht es um die Historie der Kleinstadt, ist die Lesestube ebenfalls Anlaufpunkt. Kommen hier doch hin und wieder die Mitglieder des Arbeitskreises Stadtgeschichte zusammen, die zum 750. Jubiläum der Stadt vor vier Jahren zahlreiche Veröffentlichungen initiierten.
„Die Treffen sind heute eher sporadisch. Dennoch leistet ein jeder seinen Beitrag, wenn er gebraucht wird”, sagt die Mitarbeiterin der Stadtverwaltung, die diesem Arbeitskreis vorsteht. So führten Harry Bechdolf und Hildtraut Fischer eine Besuchergruppe aus Burg Stargard durch die Kleinstadt mit Marienkirche, Alter Burg und historischer Wallanlage.

09.12.2017 
Quelle: Nordkurier 

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