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31.05.2013

Vierbeiniger Freund kommt Penzlinern teuer zu stehen

Hundesteuer in den Städten der Region
Gerade erst wieder muss sich die Verwaltung in der kleinen Müritzstadt Röbel mit einem Fundhund herumärgern. Am Dienstag wurde das Tier, eine sechs- bis siebenjährige Hündin mit weiß-schwarzem Fell in der Lindenallee von Röbel aufgegriffen und in der Tierpension abgegeben.
Dabei wäre der Halter so leicht zu ermitteln und der Vierbeiner längst wieder in seiner gewohnten Umgebung – wenn das Tier eine Steuermarke am Halsband tragen würde. Hat es aber nicht. Ganz offensichtlich zählten Herrchen oder Frauchen zu den sogenannten Schwarzhaltern.
Auch Warens Ordnungsamtschef Dietmar Henkel kann davon ein Lied singen. Immer wieder müssen seine Mitarbeiter im Außendienst die Erfahrung machen, Hunde beim Gassi gehen ohne Steuermarke zu erwischen. „In so einem Fall“, so Dietmar Henkel, „nehmen wir die Personalien des Halters auf und kontrollieren, ob der Hund angemeldet ist und ob die Hundesteuer auch bezahlt wird“.
Allerdings – die Zahl der Aufgriffe „illegaler“ Hunde wird sich möglicherweise verringern. Nicht, weil plötzlich mehr Hundehalter ihrer Steuerpflicht nachkommen, aber die Warener Stadtvertreter haben dem Ordnungsamt statt der sonst üblichen sechs Stadtläufer, die auf die Einhaltung von Ordnung und Sauberkeit in den Mauern der Stadt während der Saison achten sollen, nur noch vier Einstellungen genehmigt – für jeweils 20 Stunden in der Woche.
Herrchen und Frauchen, die sich in Waren an Recht und Gesetz halten, müssen 37 Euro für einen Hund pro Jahr als Steuer an die Stadt abführen, mit jedem weiteren Hund noch mehr. Immerhin – rund 42 000 Euro spülen die Halter der treuesten Freunde des Menschen so Jahr für Jahr in die Kasse der Stadt. 10 600 Euro sind das in Malchow, hier kostet ein Hund seinen Halter 30 Euro im Jahr an Steuern. Haargenau die gleiche Summe wie in Röbel, dort kommen so Jahr für Jahr 7200 Euro zusammen, weil hier weniger Hunde als in der Inselstadt gehalten werden.
Am teuersten kommt die Tierliebe den Penzlinern zu stehen. In der Kleinstadt im Osten der Müritzregion müssen Herrchen oder Frauchen schon für den ersten Hund 50 Euro berappen, insgesamt sind so für dieses Jahr Einnahmen in Höhe von mehr als 23 000 Euro geplant, so die Auskunft aus dem Rathaus.
31.05.2013 
Quelle: Nordkurier 

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