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26.05.2017

Voß-Haus: Es geht weiter, aber drei Monate zu spät

Von Baustopp kann nicht direkt die Rede sein. Dennoch gab es Bauverzögerungen am einstigen Rektorhaus in Penzlin. Die haben den eingeplanten Puffer für die Fertigstellung schon jetzt komplett aufgefressen.

Penzlin. Dass es zur Winterzeit auf der Baustelle am Voß-Haus ruhiger werden würde, das war abzusehen. Als sich auch im März und in den folgenden Wochen kaum etwas tat, waren die Penzliner schon irritiert. Schon machten sich Gerüchte breit in der Kleinstadt. Doch die kann Bürgermeister Sven Flechner jetzt vom Tisch fegen. Zwar gab es Probleme, doch am Bau läuft nun wieder alles rund.
„Aus Krankheitsgründen konnte das beauftragte Ingenieurbüro für Statik wichtige Entwürfe nicht liefern. So bekamen wir im März eine Baubehinderungsanzeige auf den Tisch”, klärt der Bürgermeister auf. Ohne Bewehrungspläne für tragende Bauteile konnten die Maurer aber nicht weiter arbeiten. Auch für einen Teil des Kellergewölbes im historischen Fachwerkhaus, das bei laufenden Arbeiten eingestürzt war, mussten neue Entscheidungen getroffen werden.
„Keine einfache Sache für die Stadt, zumal es kaum Kapazitäten im Bausektor gibt. Die meisten Unternehmen haben die Auftragsbücher voll”, kommt der Bürgermeister auf Tage des Suchens zu sprechen. Schließlich sei es gelungen, ein anderes Statikbüro für das Voß-Haus gewinnen zu können.
Der eingeplante zeitliche Puffer sei damit aber aufgebraucht und der Rückstand von drei Monaten Bauzeit müsse nun wettgemacht werden. Zusätzliche Kosten dürften aber nicht entstehen, schätzt Sven Flechner ein. Die Stadt gehe weiter davon aus, dass das Voß-Haus im Frühjahr 2018 seiner Bestimmung übergeben werden könne.
Hier soll ein kulturelles Zentrum entstehen, das zudem Domizil für Stadtbibliothek, Archiv und Tourist-Information werden soll. In dem einstigen Rektorhaus aus dem Jahre 1750 ging übrigens der Penzliner Heimatdichter Johann Heinrich Voß (1751-1826) zur Schule. Mit einer Dauerausstellung soll dem Dichter und Übersetzer gedacht werden. Zudem erhofft sich Penzlin mit dem Literaturhaus mehr Besucher im Stadtzentrum, für die sanierte Kirche und den Marktplatz mit Spökenbrunnen.
Grundsteinlegung war im Juli 2016. Die Sanierung des historischen Fachwerkhauses, der Anbau für das Archiv sowie der Verbinder zwischen Neubau und Voß-Haus kosten an die 1,6 Millionen Euro. Aufgrund großzügiger Förderung braucht die Stadt nur Eigenmittel von 20 000 Euro beisteuern. Auch Jost Reinhold gab Gelder und Bernd-Albrecht Freiherr von Maltzan initiierte viele Spenden für das Penzliner Vorhaben.
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m.jacobs@nordkurier.de

26.05.2017 
Quelle: Nordkurier 

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