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28.01.2016

Von wegen Funkstille! Penzlin hat einen guten Draht zur Welt

Einer funkt immer. Dieses Signal aufzufangen und mit dem Freund ins Gespräch zu kommen, das macht den Reiz für Amateurfunker aus. Penzliner nutzen die Technik aber auch, um weltweit von ihrer Stadt zu berichten. Und derzeit haben sie etwas besonderes zu erzählen, denn vor 200 Jahren war Penzlin Vorreiter für ganz Mecklenburg.

Penzlin. Funkstille herrscht bei Harry Bechdolf wohl nie. Mit Leuten in der ganzen Welt zu kommunizieren, das hat für den 65-jährigen Penzliner einen besonderen Reiz. Und so pflegt der Funkamateur bereits seit 1973 sein Hobby und ist im Ortsverband Neubrandenburg des DARC organisiert. Mit Bruno Prohs hat er einen weiteren Mitstreiter in Penzlin.
Beide widmen sich gegenwärtig einem besonderen Jubiläum in der Stadt. So wird es am 18. Oktober dieses Jahres einen Festgottesdienst in der Kirche geben. Hob Ferdinand von Maltzan (1778-1849) doch vor 200 Jahren als erster Rittergutsbesitzer die Leibeigenschaft auf seinen Gütern auf. Erst vier Jahre später erhielten alle Leibeigenen in ganz Mecklenburg die Freiheit. „Wir wollen nicht bis zum Herbst warten, sondern haben für das ganze Jahr Aktivitäten geplant. Schließlich ist dieses Jubiläum wieder eine Gelegenheit, Penzliner Historie weltweit bekannt zu machen“, sagt Harry Bechdolf.
So beantragten die Funker über den Ortsverband schon im Oktober vorigen Jahres bei der Bundesnetzagentur ein besonderes Rufzeichen, das für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 genehmigt wurde. Gute Erfahrungen gab es mit so einer Sonderaktion schon 2013 zum 750-jährigen Stadtjubiläum. Damals waren die Penzliner Funker unter dem Rufzeichen DM750PZL zu erreichen, jetzt können sie unter DM200PZL angefunkt werden. So wird es zum Weltamateurfunktag am 18. April eine Veranstaltung an der Alten Burg geben. Das alte Gemäuer ist auch am 1. Mai Treffpunkt für die Funker, ebenso zum World Castle Weekend vom 18. bis 19. Juni.
Ein besonderes Wochenende mit Hobbyfunkern von verschiedenen Ortsverbänden aus unterschiedlichen Bundesländern ist vom 22. bis 24. Juli am Obelisk in Penzlin geplant. Erinnert dieses Denkmal doch unmittelbar an die Aufhebung der Leibeigenschaft im Jahr 1816. Es wurde von Johannes Maltzan in Erinnerung an seinen Vater Ferdinand auf dem Galgenberg errichtet. Hier wollen die Penzliner Funker Technik zeigen, ihr Hobby vorstellen und so vielleicht weitere Mitstreiter fürs Team finden. Unterstützung hat bereits die Freiwillige Feuerwehr Penzlin zugesagt. Aber auch zum Tag des offenen Denkmals am 11. September sind Aktivitäten geplant. Wie von Harry Bechdolf zu erfahren war, werden für Funkpartner so genannte QSL-Karten in Auftrag gegeben, die ein besonderes Penzlin-Motiv zeigen. Und dann gibt es zum Jubiläum noch eine Sonder-Distrikts-Ortsverbands-Kennung, die so begehrt ist wie Sonderstempel auf Briefmarken.
„Nach unserer Aktion zum Stadtjubiläum fragte mich ein Funkfreund aus Schweden, ober es denn lohne, sich einmal Penzlin anzusehen. Und ich denke, ich konnte ihn überzeugen“, gibt Harry Bechdolf zu verstehen, der sehr an der Stadtgeschichte Punschendörps interessiert ist. So leistet er per Funkwellen, Telegrafie und Phonie Öffentlichkeitsarbeit für die Heimatstadt.
Kontakt zur Autorin
m.jacobs@nordkurier.de

28.01.2016 
Quelle: Nordkurier 

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