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19.05.2016

Was lange währt, wird besser: Voß-Haus nun auch mit Stadtarchiv

In einigen Wochen soll nun wirklich der Startschuss für den Umbau des Voß-Hauses in Penzlin erfolgen. Vorausgesetzt, dass die Förderer grünes Licht geben. Die lange Anlaufphase für das Projekt nutzte der Architekt, um einen Zusatz in den Entwurf aufzunehmen. Und der hat einige Vorteile.

Penzlin. Dass der Um- und Ausbau des Voß-Hauses am Markt in Penzlin immer noch nicht gestartet werden konnte, bringt der Stadt jetzt sogar einen kleinen Vorteil. Denn recht unkompliziert konnte so in das Vorhaben noch ein zusätzlicher Raum für das Archiv eingeordnet werden. Stadtentwicklungs- und Hauptausschuss gaben inzwischen grünes Licht dafür.
Die Idee steuerte Architekt Christian Peters aus Neustrelitz bei. Durch den Abriss der maroden Remise – ein Nebengebäude im Hofbereich – vor gut einem Jahr wären nun erhebliche Erdauffüllungen am Voß-Haus nötig, um das Höhenniveau der Turmstraße zu erreichen und damit den gewünschten ebenerdigen, behindertengerechten Zugang zur Tourist-Information gewährleisten zu können. Diese Auffüllungen bleiben aber erspart, wenn ein zusätzlicher Kellerraum eingeplant wird. Der bietet Platz für das Stadtarchiv, das nach Bezug des Voß-Hauses sonst vorerst in der Neuen Burg untergebracht werden müsste. Aus Kostengründen wurde es während der ersten Bauplanung 2010 erst einmal aus den Entwürfen herausgenommen.
„Für die Stadt bietet sich damit ein Synergieeffekt. Denn unsere Bibliothekarin betreut auch das Archiv. Durch den zusätzlichen Kellerraum im Voß-Haus bleiben ihr lange Wege erspart“, sagt Bürgermeister Sven Flechner. Zusätzliche Kosten kämen mit dem Archivraum auch nicht auf die Kommune zu. Denn die geschätzten Mehraufwendungen von 70 000 Euro für den Stahlbetonkörper könnten mit den vorhandenen Spendenmitteln gedeckt werden, so dass es keine weitere Belastung für den Haushalt gebe.
Gegenwärtig prüft das Landesförderinstitut noch die Ausstattung des künftigen Voß-Hauses, das Domizil für Bibliothek und Tourist-Information werden soll. Eine Dauerausstellung wird über Leben und Werk des Heimatdichters Johann Heinrich Voß (1751-1826) informieren, der in diesem Haus bei Rektor Struck zu Schule ging.
Für den Ausbau des geschichtsträchtigen Gebäudes sind Investitionen von 1,58 Millionen Euro eingeplant. Aus dem Wirtschaftsministerium kommen Fördergelder von 1,07 Millionen Euro. Und eben auch private Spenden gehen in die Finanzierung dieses Vorhabens ein, von dem sich die Penzliner zudem eine Belebung ihres Marktplatzes erträumen. Bürgermeister Sven Flechner hofft jetzt darauf, dass am 22. Juli die Grundsteinlegung erfolgen kann.
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m.jacobs@nordkurier.de

19.05.2016 
Quelle: Nordkurier 

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