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08.01.2016

Wie Magie: Er hat täglich eine Hexe an Bord

Gesagt und getan. Penzlin macht ernst mit dem Vorhaben, die denkmalgeschützte Burg für den Tourismus noch mehr zu vermarkten. So nahm die Stadt Geld in die Hand und investierte in besondere Werbung. Täglich lässt sich nun eine Hexe mit dem Bus kutschieren. Und das ausgerechnet von einem „Penzliner“.

Penzlin. Detlef Fraatz hat jetzt immer eine Frau an Bord. Und die ist eine echte Hexe. Allerdings – und das mag manchem ungewöhnlich erscheinen – gibt sie kein Wort von sich. Auch auf Streicheleinheiten besteht sie nicht. Die Langhaarige würde davon wohl auch nichts mitbekommen, ziert sie doch als Bildnis einen der dat-Busse der Personenverkehr Müritz (pvm). Dass gerade der 48-Jährige diesen Bus fahren darf, das hat seinen Grund. „Ich bin sozusagen am Betriebsstandort Penzlin stationiert und von dort aus wird dieser Bus auch eingesetzt“, sagt der gebürtige Warener, der in Rowa bei Burg Stargard Zuhause ist.
Schon Ende des vergangenen Jahres konnte sich der pvm-Mitarbeiter über den neuen Bus mit Niederflurtechnik freuen, der sich durch den absenkbaren Boden an der Tür besonders für mobilitätseingeschränkte Menschen eignet. Ob Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen – in dieses Gefährt kommen alle bequemer rein und es gibt es genügend Platz. Der neue Bus sollte nicht lange „nackt“ bleiben. Denn in Teamarbeit hatten die Stadt Penzlin, eine Warener Werbeagentur und die pvm längst eine besondere Idee für sein Outfit entwickelt.
„Mit dem neuen Titel ,Burg Penzlin. Das Hexenmuseum in Mecklenburg‘ wollen wir die Marketingstrecke für unser Museum verbessern. So eine Buswerbung ist da schon eine tolle Sache, die täglich auf der Fahrtroute Neubrandenburg-Röbel den Leuten unsere Kleinstadt näher bringt“, sagt Penzlins Bürgermeister Sven Flechner. Auch pvm-Geschäftsführerin Sigrid Leder zeigt sich begeistert vom neuen Look des Fahrzeugs. „Das passt einfach und begeistert alle. Zudem profitiert nicht nur Penzlin davon. Wir wollen mit unserer dat-Linie zum Beispiel auch die Neubrandenburger mehr für die Müritz-Region interessieren.“ Zwei Drittel aller pvm-Busse fahren übrigens mit Werbeaufschriften durch die Region.
„Dein Bus sieht aber gut aus“, bekam Detlef Fraatz anerkennende Worte von den Kollegen zu hören. Er hätte sich allerdings noch eine kleine Hexe auf der Vorderfront des Busses gewünscht. 400 Kilometer legt das Fahrzeug täglich zwischen Neubrandenburg, Röbel und Rechlin zurück und nimmt dabei auch Schüler mit an Bord. Fährt Detlef Fraatz die Frühschicht ab 4.59 Uhr von Penzlin in Richtung Neubrandenburg, so übernimmt sein Kollege Dietmar Troitsch die Nachmittagstour. Auch der Penzlin-Bus bekam zu Wochenbeginn die Kälte zu spüren und verweigerte früh morgens den Einsatz. Mit einem tragbaren Startergerät wurde er aber in Gang gesetzt.
„Die Penzliner Burg kenne ich nicht so gut wie die in Burg Stargard, die unmittelbar vor meiner Haustür steht. Aber die Punschendörper sind in puncto Sanierung sehr viel weiter“, hat Detlef Fraatz erfahren. Dass er das und mehr im Sommer auch den Urlaubern immer wieder erzählen darf, da ist er sich jetzt schon sicher.

Kontakt zur Autorin
m.jacobs@nordkurier.de

08.01.2016 
Quelle: Nordkurier 

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