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19.08.2016

Wie starb Sarah H.? Kripo ermittelt weiter

Die polizeiliche Absperrung vor dem Horrorhaus in Alt Rehse ist weg. Galt das Areal gerade noch als sichtbar in den Händen der Polizei, sieht es dort nun wieder aus wie vor dem Leichenfund. Doch der Schein trügt.

Alt Rehse. Könnte Sarah H. noch leben? Diese Frage stellt man sich immer drängender in Alt Rehse. Denn nach wie vor ist unklar, ob einem ihr vermeintlich zugewiesenen gesetzlichen Betreuer hätte auffallen müssen, dass die 32-Jährige nicht mehr lebt. „Wir können uns in keiner Weise zu dem Fall äußern, solange die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft laufen“, sagte Landkreis-Sprecherin Haidrun Pergande unter Berufung auf den Datenschutz. Und die Staatsanwaltschaft: „Wir ermitteln nicht gegen die Tote, sondern gegen den Tatverdächtigen. Daher machen wir keine persönlichen Angaben zu dem Opfer“, stellte Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler klar. Die Begründung der Kreisverwaltung kommentierte Zeisler so: „Wir haben kein Abkommen mit der Kreisverwaltung, was sie sagen darf und was nicht.“
Unterdessen ist das Absperrband um das Horrorhaus abgenommen. Dabei hatten Beamte es nach Beobachtungen im Dorf noch zu Wochenbeginn erneuert, weil es zerrissen war. Sind die Ermittler fertig in Alt Rehse? Mitnichten. Nach Aussage von Zeisler hätte das Band „nur äußere Funktion“ gehabt. Es habe der Sicherheit bei den ersten kriminaltechnischen Untersuchungen gedient. Die Kriminaltechniker hätten ihre Arbeit aber jetzt abgeschlossen und das Band entfernt. Zeisler warnte dennoch davor, das Grundstück, an dem vor zehn Tagen die stark verweste Leiche von Sarah H. gefunden worden war, zu betreten. „Das wäre Hausfriedensbruch.“
Die Ermittlungen im Fall der Toten Sarah H. seien auch noch nicht abgeschlossen. Allerdings wollte Zeisler sich nicht dazu äußern, wie und wann man nun herausfinden werde, unter welchen Umständen die Frau gestorben sei und wie lange sie in dem Haus gelegen habe. Der „dringend Tatverdächtige“ 51-jährige Hausbesitzer, bei dem Sarah H. lebte, werde erneut vernommen. Er sitzt weiter in U-Haft.
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19.08.2016 
Quelle: Nordkurier 

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