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24.08.2016

Wie starb Sarah H.? Tatverdächtiger schweigt

Gut zwei Wochen nach dem Fund einer Frauenleiche in Alt Rehse ist sowohl der Todeszeitpunkt als auch die Todesursache immer noch unbekannt. Und das könnte wohl auch noch längere Zeit so bleiben, heißt es von der Staatsanwaltschaft.

Alt Rehse. „Wir hoffen noch darauf, dass weitere feingewebliche Analysen Erkenntnisse zu Todesursache und -zeitpunkt bringen“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg. Die Untersuchungen aber würden noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Parallel zur Aufklärung der noch offenen rechtsmedizinischen Fragen hat die Staatsanwaltschaft am Montag den Keller des Hauses in Alt Rehse durchsucht, in dem die Leiche am 9. August gefunden worden war. Seinerzeit hatte der Keller unter Wasser gestanden hatte.
Polizisten hatten vor 15 Tagen bei einem Einsatz wegen Ruhestörung im Gebäude der ehemaligen Gaststätte Rethra eine stark verweste Leiche gefunden. Der 51-jährige Hausbesitzer war unmittelbar nach dem Fund der Leiche wegen Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge in Untersuchungshaft genommen worden.
Die Identität der Toten war zunächst unklar. Rechtsmediziner fanden später heraus, dass es sich um die 32-jährige Sarah H. handelte. Sie stammte aus Rheinland-Pfalz und soll zeitweise bei dem Mann gelebt haben. Anwohner in Alt Rehse hatten die junge Frau seit Wochen vermisst. In der kleinen Gemeinde hatte man sich Sorgen um die Frau gemacht. Es habe immer wieder lautstarke Auseinandersetzungen in dem Haus gegeben, heißt es unter den Dorfbewohnern. Ohnehin galt der Hausherr im Dorf als „schwierig“, hatte auch wegen seiner gellenden Musik wiederholt Polizei und Ordnungsamt auf den Plan gerufen. Wegen seines auffälligen Verhaltens und seiner teils wirren Internetbeiträge war der Ex-Rethra-Wirt nach der Festnahme auch einem Psychiater vorgestellt worden.
Der verdächtige Hausbesitzer schweigt weiter zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen. Das habe laut Staatsanwaltschaft der Anwalt des 51-Jährigen mitgeteilt. Der Anwalt wolle vor einer möglichen Vernehmung Einsicht in die Akten haben und habe eine Haftprüfung für seinen Mandanten bei Gericht beantragt.
Der Leichenfund in Alt Rehse hatte bundesweit öffentliches Interesse ausgelöst. Nicht zuletzt, weil Sarah H., die unter gesetzlicher Betreuung gestanden haben soll, seit ihrem Auftritt in der TV-Kuppelshow „Schwer verliebt“ in die Schlagzeilen geraten war. Vor fünf Jahren hatte sie dort nach ihrer großen Liebe gesucht. Doch nun könnte ihr ausgerechnet die zum Verhängnis geworden sein.
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24.08.2016 
Quelle: Nordkurier 

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