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07.11.2015

Windradgegner wollten sich nicht grillen lassen

Die Windkraftgegner haben mit ihrer Protest-Aktion im Landtag keinen gut Eindruck hinterlassen. Der Chef der Aktivisten steht nach wie vor dazu. Man sei nicht ernst genommen worden.

Penzlin/Schwerin. Die Protest-Aktion der Windkraftgegner vom Aktionsbündnis „Freier Horizont“ während der Anhörung im Wirtschaftsausschuss des Landtages kam bei den Abgeordneten nicht besonders gut an. Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten.
Die energiepolitische Sprecherin der Linksfraktion Mignon Schwenke, warf den Aktivisten um ihren Vorsitzenden Norbert Schumacher schlechten Stil vor. Auch der Vizefraktionschef der Sozialdemokraten, Jochen Schulte, teilte kräftig aus und schimpfte: Das Verhalten des Aktionsbündnisses sei inakzeptabel und unwürdig gewesen. Die Aktivisten hätten die Anhörung zum Windkraftausbau in eine Klamaukveranstaltung verwandelt.
Windkraftgegner Schumacher und seine Mitstreiter hatten am Donnerstagvormittag die Anhörung im Landtag nach der Vorstellung ihrer Präsentation vorzeitig verlassen. Zuvor hatten sie den Abgeordneten einen Kompromissvorschlag gemacht und eine sofortige Antwort eingefordert. Darauf ließen sich die Ausschussmitglieder aber nicht ein.
„Ich stehe zu der Aktion. Wir fühlten uns nicht richtig erst genommen“, erklärte Schumacher einen Tag nach dem Eklat gegenüber dem Nordkurier. Schon im Vorfeld der Anhörung hatten sich die Mitglieder des Aktionsbündnisses ungerecht behandelt gefühlt. „Wir haben nicht einmal eine Tagesordnung bekommen.“ Zweifel hatten die Windkraftgegner auch an der Neutralität der geladenen Sachverständigen geäußert. „Wir sollten gegrillt werden“, sagte Schumacher weiter. Die Protestaktion sei aber nicht von vorneherein geplant gewesen.
Die Windkraftkritiker um ihren Vorsitzenden aus Penzlin sind Initiatoren der Volksinitiative zur Änderung der Landesbauordnung. Mit einem Gesetzentwurf wollen sie die Mindestabstände von Windrädern zu Wohnhäusern und zur Küste vergrößern. Sie fordern das Zehnfache der Höhe einer Anlage und damit etwa doppelt so große Abstände wie vorgeschrieben. Zu diesem Gesetzentwurf wurden im Wirtschaftsausschuss auch Sachverständige gehört.
Die Initiative will weiter an ihrem Vorhaben festhalten. „Wir sind auch weiter dialogbereit“, betonte Schumacher. Wie weit, wird sich am 14. November zeigen – das Aktionsbündnis will dann seine Positionen umfassend darlegen. Eingeladen sich auch die Landtagsabgeordneten.

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07.11.2015 
Quelle: Nordkurier 

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