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16.07.2015

Wird das Voß-Haus zur unendlichen Geschichte?

Es war groß angekündigt, doch nun ist es ziemlich ruhig geworden um den geplanten Ausbau des Voß-Hauses in Penzlin. Auch wenn es beim Planungsstand und der Kostenaufstellung nichts Neues gibt, sagt sich die CDU-Fraktion der Stadtvertretung: Man wird doch mal fragen dürfen!

Penzlin. Hoch wuchert das Unkraut hinter dem Bauzaun am Voß-Haus in Penzlin. Nachdem die Remise im April aus Sicherheitsgründen mit Einsatz von Städtebaufördermitteln abgerissen wurde, ist hier wieder Ruhe eingekehrt. Ob der Ausbau dieses Hauses mit Domizil für Bibliothek, Touristinformation und einer Dauerausstellung für den Heimatdichter Johann Heinrich Voß (1751-1826) noch in diesem Jahr startet, scheint fraglich.
Darum nutzte die CDU-Fraktion die Stadtvertretersitzung am Dienstag, um Informationen zum aktuellen Planungsstand, den derzeit bekannten Kosten und den Fördermöglichkeiten zu erfahren. Im Prinzip gebe es nichts Neues, teilte Mirko Meinhart, 1. Stadtrat von Penzlin, den Abgeordneten mit. Trotzdem ging Sven Rose, Amtsleiter Bau, Ordnung und Wirtschaftsförderung, detailliert auf Einzelfragen ein.
So wurde die Baugenehmigung im Februar 2015 erteilt und Fördermittel bereits 2014 beim Wirtschaftsministerium des Landes beantragt. Für das Raumprogramm des künftigen Voß-Hauses erteilte das Landesförderinstitut im März dieses Jahres grünes Licht. Auch wenn es eine erste Abstimmung mit dieser Behörde Ende Juni zur baufachlichen Prüfung gegeben habe, sei diese nach Aussage von Sven Rose aber noch nicht abgeschlossen. So forderte der Betrieb für Bau und Liegenschaften M-V weitere Unterlagen ein.
„Die Kostenplanung, die vom 29. April 2014 stammt, ist 1:1 in den Haushalt 2015 eingegangen“, fügte Mirko Meinhart hinzu. Danach seien für diese Investition 1,58 Millionen Euro eingeplant, die mit Fördermitteln, Sonderbedarfszuweisungen und privaten Spenden gestützt werden. Für die Stadt bleibe derzeit ein Eigenanteil von 17 728 Euro.
„Wir sollten zu diesem Bauvorhaben eindeutig Stellung beziehen. Schließlich wird das Voß-Haus den Markt in der Stadt beleben. Nachzufragen sind aber stets die Unterhaltungskosten, die sich mit dieser neuen Einrichtung ergeben“, sagte Bernd Kohn (WPL). Dass allein die Mitarbeiter der Bibliothek sich später um den Betrieb – einschließlich der öffentlichen Toiletten – kümmern sollen, darin sieht auch Jutta Jenewsky (CDU) eine Frage, die ebenso Elke Haker (Lebenswertes Penzlin) bewegt. Sven Rose verwies darauf, dass die Stadt vorab schon der Kommunalaufsicht erläutern musste, dass mit dem Betrieb des Voß-Hauses keine größeren Kosten als geplant entstünden. So werde die Voß-Ausstellung für sich sprechen und keine zusätzliche Betreuung für die Besucher notwendig machen.
Auf Antrag der CDU-Fraktion informierte die Verwaltung auch über die Asylbewerber in der Stadt. So leben derzeit 20 Menschen aus Afrika im Alter von 20 bis 35 Jahren in Penzlin, die vom CJD betreut werden. Auch wenn deren Unterbringung vor allem in der Verantwortung des Kreises liege, sei beeindruckend welche Initiativen zur Integration der neuen Nachbarn von den Bürgern gestartet wurden, auch dank der Koordinierungsstelle im Büro der SPD-Landtagsabgeordneten Dagmar Kaselitz, wie Hubertus Hoch (CDU) lobte.

16.07.2015 
Quelle: Nordkurier 

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