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20.09.2016

Wo man gerne auf dem Holzweg ist

Der Naturlehrpfad zwischen Alt Rehse und Wustrow ist wieder brennnessel - und distelfrei passierbar. Nordkurier-Reporter Florian Ferber hat sich auf eine kleine Expedition begeben und ein Teilstück erkundet.

Alt Rehse. Die Machete habe ich zu Hause gelassen. Auch die schweren Wanderstiefel. Stattdessen geht es mit Sandalen auf den wieder eröffneten Naturlehrpfad zwischen Alt Rehse und Wustrow. Angeblich einer der schönsten Wanderwege der Region, zuletzt aber ziemlich zugewachsen und verkommen und nur noch von Anglern und Hundehaltern genutzt.
„Betreten auf eigene Gefahr“ warnt vorn ein Schild. Aber ich fühle mich sicher. Schließlich haben die Mitglieder des Lindendorf Alt Rehse e. V. und andere Einwohner in diesem Jahr fleißig daran gearbeitet, dass man wieder trockenen Fußes und ohne Kampf mit dem Wildwuchs durch die Natur streifen kann.
Lockeren Schrittes geht es los, leicht bergab, rechterhand an einer Weide entlang. Die Sonnenstrahlen kitzeln auf der Nase, zu hören ist nur das Klacken der Viehtränke. Den Kühen bin ich offensichtlich egal. Nicht so einem Reh, das auf dem Gelände auf der linken Seite aufgeschreckt wird und tüchtig Fersengeld ins Unterholz gibt. Erste Schilder tauchen auf dem Boden auf, weisen Biologie-Laien wie mir Schwarzerle und Schlehe aus.
Dann bin ich plötzlich auf dem Holzweg – aber immerhin auf einem mit festem Untergrund. Hier waren die Hobby-Handwerker im Einsatz. Vor dem Handlauf erstreckt sich Schilf, dahinter weites Gelände. Hier lässt es sich verweilen. Überhaupt bietet diese relativ kurze Strecke viel Abwechslung. Offene Weidelandschaft, Sumpfgebiet, Biotope, Wald. Und durch die Äste der Bäume funkelt mir der Tollensesee entgegen. Wie mir ein weiteres Schild zeigt, ist der Hopfen noch nicht verloren.
Auch die folgende Brücke und der Steg dahinter sehen erneuert aus. Angeblich wurden rund 100 Bretter ausgetauscht. Klingt nach morschmäßig viel Arbeit. Zaghaft plantschen die Wellen ans Ufer, während ich auf den Holzbohlen voran schlendere. Vorbei an einem niedrigen Hochsitz und einem Holzunterschlupf mit Seeblick, ehe es an einer Kreuzung rechts weiter um die Koppel durch den Wald geht. Links wartet die (längere) Abenteuer-Variante auf einem Abschnitt des Weges durchs Unterholz, den es noch zurückzuerobern gilt.
Für die kleine Runde, die auf einem Waldweg nach Wustrow endet, brauche ich (inklusive Fotopausen) eine gute halbe Stunde. Weil‘s so schön idyllisch war, mache ich kehrt und gehe die Strecke zurück. Ist doch viel spannender als gedacht zu sehen, was bei uns so kreucht und fleucht.

Kontakt zum Autor
f.ferber@nordkurier.de

20.09.2016 
Quelle: Nordkurier 

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