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09.06.2017

Zerstörungswut hat die Grenzen überschritten

Der zunehmende Vandalismus bringt die Möllenhagener auf die Palme. Die Schule war nicht der erste Fall. Besonders Gemeindearbeiter Bernhard Baarck ist verärgert. Denn so unüberlegtes Handeln könnte sogar Menschen gefährden.

Möllenhagen. „So geht das nicht weiter”, ereifert sich Bernhard Baarck. Längst ist für den Gemeindearbeiter eine Grenze erreicht, bei der seiner Meinung nach reagiert werden müsse. Dazu gehören die Verwüstungen auf dem Hof der Regionalen Schule sowie die Schmierereien an Türen und Fenstern kurz vor Pfingsten. Aber auch generell nehme der Vandalismus Überhand im Dorf.
„Dass sogar die Gitter von den Rinnsteineinläufen innerhalb der Ortsdurchfahrt an der B 192 herausgerissen werden, das musste ich am Freitag nach dem Herrentag erfahren”, kommt er auf eine besonders dreiste und zugleich gefährliche Tat zu sprechen. Seine Nachbarjungs hätten ihn gegen 23.30 Uhr darauf aufmerksam gemacht. „Zwei dieser gußeisernen Teile, die gut über 15 Kilogramm wiegen, lagen im Bereich der Buswartehäuschen direkt auf der Bundesstraße. Drei weitere Gitter fand ich im Gebüsch. Ich habe sie eingesetzt und so sicher Schlimmes verhindert”, sagt der Möllenhagener.
Wäre ein Motorrad über so ein massives Teil gerollt, hätte das schlimme Folgen haben können. Aber auch die offenen Schächte über den Regenentwässerungsanlagen waren für Verkehrsteilnehmer und Fußgänger eine Gefahr. „Das ist doch alles kein Spaß mehr!”, schimpft Bernhard Baarck, der seit 2005 als Gemeindearbeiter mit seiner kleinen Truppe in Möllenhagen und in den Ortsteilen Lehsten, Groß Varchow, Rockow, Wendorf und Kraase unterwegs ist.
Momentan ist jede Menge bei der Pflege der Grünanlagen zu tun. Aufgehalten werden die Männer und Frauen aber immer wieder mit notwendigen Reparaturarbeiten. So musste der Schaukasten in Groß Varchow abgeschraubt werden. Kurz und klein zerschlugen Unbekannte die Glasscheibe. Nach Pfingsten bot die Bank an der Neuen Straße gegenüber von Kita und evangelischer Grundschule ein trauriges Bild. Keine der Holzleisten auf der Sitzfläche war nach einer mutwilligen Zerstörungsattacke heil geblieben. „Die ältere Leute sitzen dort gern. Darum hatte ich schon überlegt, eine Sitzgruppe zu installieren. Aber das hat wohl wenig Sinn”, zeigt sich der angehende 60-Jährige resigniert.
Wer das Gemeindeeigentum zerstört, dafür gebe es nur Spekulationen. Und Bernhard Baarck, seit Jahrzehnten aktiver Feuerwehrmann in Möllenhagen, hält sich aufgrund der wieder zu erwartenden mutwilligen Beschädigungen schon selbst in Bereitschaft. „Ich wünsche mir, dass die Einwohner aufmerksamer sind. Fällt ihnen was auf, dann könnten sie mich informieren. Und das auch am Wochenende“, sagt der Gemeindearbeiter.
Auch Bürgermeister Thomas Diener ärgert sich über den Vandalismus im Dorf. Das Thema immer wieder zur Sprache zu bringen, das sei eine Möglichkeit zum Vorbeugen. „Als uns vor Jahren die Fenster der alten Turnhalle eingeschlagen wurden, brachte ein Aushang im Dorf und die versprochene Belohnung für hilfreiche Hinweise Licht ins Dunkel. Ein Jugendlicher konnte so ermittelt werden”, erinnert sich der Bürgermeister. So könne die Gemeinde zumindest Schadenersatz fordern. Vielleicht sollte dieser Weg nochmals beschritten werden.
Hinsichtlich der Hakenkreuzschmierereien an der Regionalen Schule und der zerstörten Anlagen auf dem Gelände gibt es nach Aussage von Nicole Buchfink vom Polizeipräsidium Neubrandenburg noch keine Erkenntnisse. Der Staatsschutz ermittle weiter. Die Polizei bittet Zeugen, sich mit Hinweisen an die Einsatzleitstelle Neubrandenburg unter Tel. 0395 55822224 zu wenden.
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m.jacobs@nordkurier.de

09.06.2017 
Quelle: Nordkurier 

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