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14.10.2017

Zu teuer: Straßenausbau wird verschoben

Die Auftragsbücher der Firmen sind voll. Das musste die Stadt Penzlin schon des öfteren erfahren, wenn sie auf der Suche nach Fachleuten für Bauvorhaben war. Höhere Kosten sprengen jetzt sogar einen geplanten Termin für den Straßenausbau.

Penzlin. Dass die Turmstraße in diesem Jahr noch nicht von den Bauleuten angepackt wird, dafür gab es rechtzeitig Signale für die Anlieger. Doch mit der abzweigenden Kleinen Straße sollte es eigentlich 2017 noch losgehen. Das hatten sich Stadt, das Warener Planerteam um Hartmut Minke und der Abwasserzweckverband erhofft. Doch schon während der Einwohnerversammlung Anfang des Monats stand fest, dass diese Pläne noch einmal beiseite gelegt werden müssen.
Wie Bürgermeister Sven Flechner während der Stadtvertretersitzung informierte, seien nach Ausschreibung der Straßenbauarbeiten nur zwei Angebote in der Stadtverwaltung eingegangen. „Das preisgünstigste Angebot lag ungefähr 20 Prozent über der Kostenberechnung. Die Gesamtfinanzierung des Vorhabens kann derzeit nicht sicher gestellt werden. Darum wurde die Vergabe aufgehoben”, stellte der Verwaltungschef klar. Insofern müsse das Finanzierungskonzept überarbeitet werden, so dass die Leistungen im Winter erneut ausgeschrieben werden können.
Nachdem der erste Teil der Turmstraße vom Beyerplatz bis zur Kirche bereits vor Jahren eine neue Decke bekam, soll nun der zweite Abschnitt saniert werden. Dafür hat die Stadt die letzten Mittel aus dem Fördertopf der Innenstadtsanierung angespart. Löcher im Asphalt, abgesackte Borde und verrutschte Gehwegplatten charakterisieren gegenwärtig diesen Abschnitt der Turmstraße. Neben einer neuen Fahrbahn geht es auch um die Versorgungsleitungen im Erdreich. So hat der Abwasserzweckverband die Erneuerung von Schmutz-, Regen- und Trinkwasserleitung im Plan, was eine komplexe Sache werden könnte, sei nach Angabe der Fachleute der Bauraum bereits mit vielen Versorgungsleitungen belegt.
Die Gesamtkosten wurden einst mit rund 500 000 Euro ausgewiesen, zuzüglich der Mittel vom Abwasserzweckverband. Angesichts der veränderten Kostenlage, wird der Ausbau der Turmstraße auch eine Rolle im 1. Nachtragshaushalt spielen, der derzeit von der Kämmerei für die Stadt erarbeitet wird.
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m.jacobs@nordkurier.de

14.10.2017 
Quelle: Nordkurier 

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