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10.06.2017

Zu wenig Kita-Plätze: Landkreis macht Druck

Penzlin muss bei der Kinderbetreuung zulegen. So lautete eine Forderung des Landkreises. Während die Träger der jetzigen Einrichtungen teilweise um Bedenkzeit bitten, winkt der Bürgermeister bereits ab.

Penzlin. Die Storchenfamilie auf dem Schornstein in der Stavenhagener Straße gehört ganz einfach zu Penzlin. Dass die Vögel dazu beigetragen haben, die Stadt mit mehr Kindern zu beglücken, das ist allerdings ein Wunschtraum geblieben. Dennoch geht das Jugendamt des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte davon aus, dass derzeit der Bedarf an Kitaplätzen nicht abgedeckt werden kann. Als Grundzentrum müsste Penzlin zehn weitere Krippen-, 30 Kindergarten- und 20 Hortplätze anbieten. Denn schon jetzt müssten Eltern sich für die Unterbringung ihrer Kinder in anderen Kommunen umschauen. Deshalb: Aus Sicht des Landkreises besteht Handlungsbedarf.
Darüber informierte Bürgermeister Sven Flechner die Abgeordneten während der Stadtvertretersitzung. Gleichfalls verwies der Verwaltungschef auf eine Besprechung mit dem Jugendamt des Landkreises und den Trägern der Kindertagesstätten in Penzlin. Das sind die Diakonie mit der evangelischen Kindertagesstätte „Simon unterm Regenbogen” und die Arbeiterwohlfahrt mit der Einrichtung „Am Burggarten” und der Außenstelle „Malliner Mäuse” im benachbarten Ortsteil. Im Slawendorf Passentin gibt es zudem den Natur- und Waldkindergarten, der vom Neubrandenburger Verein wild wurzeln betrieben wird.
„Um den Anspruch des Kreises zu erfüllen, müssten die bisherigen Träger ihre Kapazitäten erweitern oder es müsste ein weiterer Träger für eine kleine Kita gefunden werden”, machte der Bürgermeister in einer Gesprächsrunde deutlich. Während es von der Awo gleich einen abschlägigen Bescheid zu diesem Ansinnen gab, seien bei der Diakonie die Überlegungen zu diesem Thema noch nicht abgeschlossen. Die Stadt selbst sehe sich nach Aussage von Sven Flechner nicht in der Pflicht, hier Anstrengungen zu unternehmen. Habe doch der Kreis bei der Kinderbetreuung den Hut auf.
Insgesamt werden in Penzlin 259 Kinder betreut, die Stadt hat beispielsweise im April einen Gemeindeanteil von 30 371 Euro bezahlt. Dazu kommen jene 17 Kinder, um die sich in Penzlin und im Amtsbereich Tagesmütter kümmern.
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m.jacobs@nordkurier.de

10.06.2017 
Quelle: Nordkurier 

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