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13.06.2017

Zum Erntebeginn wieder freie Fahrt?

Auf 4,75 Meter wächst die Gemeindestraße zwischen Mallin und Passentin in die Breite. Der Sommerweg hat ausgesorgt. Kommen die Straßenbauer weiter gut voran, können die Autofahrer die neue Piste im Juli befahren.

Mallin. Alles läuft nach Plan an der Straßenbaustelle Mallin-Passentin. Gegenwärtig heben die Bauleute mit dem Bagger im Bereich des Gefälles den Regenentwässerungskanal aus. So wird gewährleistet, dass das Oberflächenwasser später einen geordneten Weg nimmt. Seit Mitte Mai wird die Gemeindestraße auf einer Länge von 1055 Metern ausgebaut. Dabei verschwindet auch das Kopfsteinpflaster, das vor dem Ortseingang nach Passentin auf einer Länge von 126 Metern zu finden ist. Beträgt die Ausbaubreite der Verbindungsstrecke gegenwärtig noch 3,50 Meter, so soll sie nach Abschluss der Arbeiten in Abhängigkeit von den örtlichen Gegebenheiten auf 4,75 Meter verbreitert sein. Dafür wird der Sommerweg genutzt, der bisher mit Schotter- und Recyclingmaterial verdichtet wurde. Die vorhandene Schwarzdecke wird als Tragschicht eingebracht, darauf kommt dann die Asphaltfahrbahn. „Eingebettet in Wiesen- und Ackerland gibt es an Straßenabschnitten mitunter komplizierte Baugrundverhältnisse. Die waren schon 1993 ein Thema, als die Gemeindestraße im Rahmen des ländlichen Wegebaus befestigt wurde”, sagt Ulrich Meier von Warener Ingenieurbüro Hartmut Minke.
Da der Anteil des Schwerlastverkehrs auf der Ortsverbindung überschaubar ist, sei ein grundlegender Ausbau der Straße nicht erforderlich. Bevor es ans Asphaltieren geht, müssen auf gut 300 Quadratmetern bisherige Schadstellen in der alten Straße ausgebessert werden. Technische Möglichkeiten helfen, weiteren Rissen vorzubeugen, so der Baufachmann. Er geht davon aus, dass der Straßenbau Mitte Juli geschafft sei — pünktlich zu Beginn der Getreideernte.
Auf die mit dem Bau verbundenen Verkehrseinschränkungen haben sich die Einwohner von Mallin und Passentin eingestellt. Hier gibt es ein zwangloses Miteinander. Auch wenn die Ausschilderung eine Vollsperrung für diese Gemeindestraße ausweist, so steuern Hartnäckige die Durchfahrt immer wieder an. Bis jetzt sei alles gut gegangen, war von den Bauleuten einer Neubrandenburger Firma zu erfahren. „Ende nächster Woche nehmen wir das Kopfsteinpflaster heraus. Dann gibt es wirklich kein Durchkommen mehr”, weist Ulrich Meier auf die dann notwendige Sperrung hin. Die Umleitung über Passentin wird von den Fahrern der Schülerbusse genutzt. „Wir haben die Eltern auf diese Baustelle mit den Verkehrseinschränkungen aufmerksam gemacht. Viele davon kommen mit ihren Kindern aus Neubrandenburg und nehmen für die absehbare Zeit den Umweg von ungefähr sechs Kilometern über Lapitz auf sich“, war von Michael Fink vom Natur- und Waldkindergarten Slawendorf Passentin zu erfahren.
Prominenten Besuch an der Baustelle soll es voraussichtlich am 20. Juni geben. Innenminister Lorenz Caffier überbringt der Stadt Penzlin dann den Fördermittelbescheid für den Straßenausbau in Höhe von 22 900 Euro. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 224 100 Euro. Das Straßenbauamt Neustrelitz unterstützt das Vorhaben mit 161 400 Euro. Mit den Eigenmitteln von 40 000 Euro realisiert die Stadt Penzlin eine noch ausstehende Fusionsmaßnahme aus dem Jahr 2012. Denn vor fünf Jahren wurden Mallin und Passentin Ortsteile von Punschendörp.

13.06.2017 
Quelle: Nordkurier 

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