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23.12.2016

Zurück ins hübsch gemachte Nest

Ins Gutshaus Lapitz zu ziehen, das ist für Udo Kretzing mehr als nur ein Weihnachtsgeschenk. Nach der Sanierung der Wohnungen können sich die Mieter auf ungewohnten Komfort freuen – ohne gemeinsamen Flur.

Lapitz. Udo Kretzing sitzt auf gepackten Taschen. Denn noch vor dem Weihnachtsfest möchte er sein Asyl in Puchow beenden und die neue alte Wohnung im Gutshaus Lapitz beziehen. „Noch haben die Maler zu tun. Über den Umzugstermin entscheiden letztlich meine vielen Helfer”, sagt der 75-Jährige. Die Helfer, das sind die Familien Sobek und Röstel, die zum Umfeld des Seniors gehören.
Seit 1992 wohnt der gebürtige Altentreptower in Lapitz, 2001 zog er ins Gutshaus. „Hier warm zu werden, das brauchte seine Zeit. Inzwischen haben mich die Dorfbewohner angenommen und ich fühle mich richtig wohl”, sagt Udo Kretzing, der nach dem Tod seiner Lebensgefährtin nun allein lebt.
Dass er vorübergehend Quartier in Puchow nehmen musste, das hatte einen besonderen Grund. Die Gemeinde Kuckssee wollte die begonnene Sanierung am Herrenhaus fortsetzen. Konnten vor Jahren bereits Fassade, Fenster und Begegnungsräume auf Vordermann gebracht werden, galt es nun, im oberen Bereich neue Elektroleitungen zu ziehen, die Heizung zu modernisieren und die Bäder neu auszustatten. Damit bildete die Modernisierung der sechs Wohnungen einen Schwerpunkt im Investitionsplan 2016 der Gemeinde, für die 200 000 Euro in die Hand genommen werden mussten. Wie von Bürgermeister Norbert Böttcher zu erfahren war, steuerte der Landkreis 50 000 Euro bei. Die verbleibende Summe wurde mit Aufnahme eines Kredites geschultert.
„Alle Mieter mussten im September raus. Während einige bei Verwandten unterkamen, bin ich vorübergehend in dem Wohnblock in der Lukower Straße in Puchow untergekommen. Tisch, Couch, kleine Schränke und ein Teil meiner Küche zogen mit um”, kommt der Lapitzer auf die kurzzeitige Veränderung in seinem Leben zu sprechen. Der Großteil seiner Möbel konnte im Gutshaus zwischengelagert werden, einige Teile landeten auf dem Sperrmüll.
„Anfangs war ich ja skeptisch. Doch als ich die neuen Grundrisse der Wohnungen auf dem Plan einsehen konnte, war ich mehr als begeistert”, sagt der Lapitzer. Schließlich kennt sich der gelernte Eisenbieger aus mit dieser Materie, war früher für das Wohnungsbaukombinat Neubrandenburg viele Jahre auch in Berlin tätig. 90 Quadratmeter Wohnfläche werden ihm nicht mehr zur Verfügung stehen, denn ihm genüge jetzt eine viel kleinere Bleibe. Das große Plus für die Mieter im Gutshaus ist, dass sie jetzt alle eine abgeschlossene Wohnung haben. Niemand müsse mehr über den großen Gemeinschaftsflur laufen, um in Küche oder Bad zu gelangen. Und mit der modernen Heizunge entfällt das Schleppen von Holz und Kohle für die Kachelöfen.
„Alles ist so schön hell geworden”, freut sich Udo Kretzing und hat für sein Zuhause einige neue Möbel geordert. Um das Einrichten werde er sich nicht groß kümmern müssen, da sich die Frauen aus der Familie diese Arbeit nicht aus der Hand nehmen lassen. Dass der ehemalige Amateurboxer seinen Alltag nicht allein meistern muss, rührt ihn sehr. Darum brauche er sich im Umzugstrubel auch keine Gedanken um das Festtagsessen zu machen.
Für die Gemeinde Kuckssee ist es wichtig, dass mit der weiteren Sanierung der Erhalt des Gutshauses gesichert ist und es zentraler Anlaufpunkt im Dorf bleibt. Das gelingt auch durch die Kombination von öffentlichem Bereich und Wohnungsvermietung wie es auch in Krukow ist.
Kontakt zur Autorin
m.jacobs@nordkurier.de

23.12.2016 
Quelle: Nordkurier 

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