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17.01.2015

Einheitliche Abfallentsorgung ab 2016

Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat die Leistungen für seine Abfallentsorgung  ab dem Jahr 2016 europaweit ausgeschrieben. Mit der Vergabe dieser Leistungen werden sich ab dem kommenden Jahr für die Bürgerinnen und Bürger Veränderungen ergeben. Darauf hat die zuständige Dezernentin der Kreisverwaltung, Bettina Paetsch, in einem Pressegespräch hingewiesen. „Wir können heute natürlich noch nicht sagen, welche Unternehmen zukünftig bei uns in der Fläche tätig sein werden. Und vielleicht wird die Entsorgung in vielen Orten nicht mehr am jahrelang gewohnten Tag stattfinden.“

Bislang gelten in den einzelnen Regionen die Abfallsatzungen und Abfallgebührensatzungen der früheren Landkreise. Wegen der dort noch laufenden Verträge mit den Entsorgungsunternehmen ist eine Vereinheitlichung für den gesamten Landkreis jedoch frühestens ab 2016 möglich. Davon nicht berührt ist vorerst die Stadt Neubrandenburg, deren Verträge erst später enden. 

Der nun erfolgten Ausschreibungen sind breite Diskussionen in den Gremien des Kreistages vorausgegangen, der im Dezember 2014 das entsprechende Eckpunkte-Programm beschlossen hat. Grundlage dafür war eine gründliche Bestandsanalyse der Entsorgungsmodalitäten, Wertstoffannahmehöfe, des Abfallaufkommens der Haushalte und vieles mehr. Ausgehend von dem Ergebnis, dass im Landkreis pro Person in einer Woche durchschnittlich 10 Liter Abfall entstehen, ist beispielweise der 14tägliche Entsorgungsrhythmus für Restmülltonnen festgelegt worden. Die künftigen Mülltonnengrößen betragen 60 Liter, 80 Liter, 120 Liter und 240 Liter. Eine 40 Liter Restmülltonne wird es ab dem Jahr 2016 im Landkreis nicht mehr geben. 
Ein Bestandteil der Vereinheitlichung der Abfallwirtschaft im Landkreis sind die Wertstoffannahmehöfe. „Auch hier haben wir eine gründliche Ist-Analyse der Situation vorgenommen, alle jetzigen Anlagen besichtigt und deren Lage insgesamt betrachtet“, erklärt Bettina Paetsch. Zurzeit gibt es 20 Annahmehöfe. Ab dem kommenden Jahr werden es 14 sein, die über den gesamten Landkreis gleichmäßig verteilt mit dem gleichen Niveau, denselben Entgelten und längeren Öffnungszeiten für die Bürger zur Verfügung stehen. Geschlossen werden die Annahmehöfe in Rechlin, Dargun, Neverin, Wesenberg, Burg Stargard, Möllenbeck und einer von zweien in Waren (Müritz). Es wird neu einen Annahmehof in Mirow und einen in der Feldberger Seenlandschaft geben. Wer Näheres zur Analyse und zu diesem Konzept erfahren möchte, das ebenfalls vom Kreistag beschlossen wurde,  kann diesem Link im Ratsinformationssystem folgen: 

http://web.lk-seenplatte.de/ratsinfo/seenplatte/812/QW5sYWdlIDEgS1QgSUlfODVfMjAxNCAtIEtvbnplcHRpb24gV2VydHN0b2ZmaG9lZmUgdm9tIDMuMTEuMjAxNC5wZGY=/12/n/14199.doc

"Im Sommer dieses Jahres soll die Entscheidung über die Vergabe der Entsorgungs- und Verwertungsleistungen fallen", sagte die Dezernentin. Die endgültigen Beschlüsse trifft der Kreistag Mecklenburgische Seenplatte.