| Artikel Nordkurier vom 08.03.2010 |
| Von Norman Reuter Penzlin. Mit dieser „großzügigen Gabe“ hatten Landrätin Bettina Paetsch (CDU) und Kreistagspräsidentin Dorothea Konrad (SPD) nicht gerechnet. Denn eigentlich waren sie es doch, die am Sonnabend auf dem Jahresempfang des Landkreises in Penzlin den Förderverein „Alte Burg Penzlin“ reichlich beschenken wollten. Doch nachdem Bettina Paetsch und Dorothea Konrad die Heinrich-Schliemann-Medaille, die der Landkreis seit nunmehr 20 Jahren für besondere Leistungen auf dem kulturellen Gebiet vergibt, überreicht hatten, zückte Gerhard Kresin, der bei Auftritten des Vereines stets den Burggrafen mimt, ein Bündel Papiere. Als einen wundervollen Schatz, den der Kastellan alias Michael Baaß und der Hofstaat im vergangenen Jahr erworben habe, pries der Burggraf das Geschenk an. Doch musste er dann einräumen, dass es sich bei den Papieren um Aktien eines mittelalterlichen Fonds handeln würde, die im vergangenen Jahr wegen unseriöser Spekulanten an den Höfen des Landes bedeutlich an Wert verloren hätten. Dennoch wolle man sie dem Kreis überlassen, in der Hoffnung, dass sie wieder an Wert gewinnen und sich somit die gebeutelte Kasse des Kreises füllt. Die rund 200 Gäste des Jahresempfanges quittierten die Geste des Vereines, aber vor allem das schauspielerische Talent der Mitglieder, das sie nicht nur wieder beim Jahresempfang unter Beweis stellten, sondern mit dem sie auch stets die Besucher des jährlichen Penzliner Burgfestes begeistern, mit anhaltendem Applaus. Herausgehoben wurden die szenischen Spiele der Vereinsmitglieder auch in der Laudatio der Kreistagspräsidentin. „Die Texte sind witzig, amüsant und voller Esprit“, so Dorothea Konrad. Zudem lobte sie auch den Einsatz des Vereines beim Museum „Alte Burg Penzlin“. Die Mitarbeit in der Forschung und Sammlung sowie das Einwerben von Spenden habe zur positiven Entwicklung des Museums geführt, so die Kreistagspräsidentin. Nicht unerwähnt lassen wollte Dorothea Konrad das Interesse des Vereines am Erhalt und der Bewahrung weiterer Kulturdenkmäler der Stadt. So habe der Verein ein Fenster in der Südkapelle der St. Marien Kirche komplett gezahlt. Gegründet wurde der Förderverein „Alte Burg Penzlin“ vor 19 Jahren. Heute zählt er 32 Mitglieder, davon sind fünf seit der ersten Stunde mit dabei. Ebenfalls in diesem Jahr wurde der Verein mit der Johann-Heinrich-Voß-Ehrung ausgezeichnet. |


