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03.12.2018

Die Uhr tickt: Ideen für eine Kita müssen her

Mehr Betreuungsplätze für Kinder müssen im Amt Penzliner Land her, denn die Wartezeiten sind lang. Zwei herbe Rückschläge in der Vergangenheit münden nun in einer fast verzweifelten Ansage.

Penzlin. Eine Stadt wird nicht lebenswerter, wenn Eltern Probleme haben, ihr Kind dort betreuen zu lassen und lange Zeit auf einen Platz warten müssen. „Teilweise muss man ein bis anderthalb Jahre warten“, gibt Penzlins Bürgermeister Sven Flechner (WPL) einen Einblick in die Situation. Der Kreis hat dieses Manko erkannt und stellte 700 000 Euro Fördermittel in Aussicht. Dazu muss aber eine förderfähige Idee her. Und die muss schnellstens gefunden werden.
Vor diesem Hintergrund klingt es fast wie eine angekündigte Verzweiflungstat, wenn das Stadtoberhaupt feststellt, dass die Stadt in Sachen Kita-Neubau für jedes Konzept offen wäre, das förderfähig ist.
Natürlich steckt Anspannung und Verzweiflung hinter dieser Aussage, denn beim Vorhaben, am Standort Penzlin mehr Kinderbetreuungsplätze zu schaffen, sitzt die Zeit nun im Nacken. Die Frist läuft bis zum 31. Dezember diesen Jahres. Dann entscheidet sich, ob mehr Plätze geschaffen werden können oder nicht. Der Landkreis stellte bereits 2017 einen Mehrbedarf von zwölf Krippen-, 30 Kita- und 20 Hortplätzen fest.
Damit die Gleichung aufgeht, braucht es drei Komponenten: Ein Grundstück, auf dem eine neue Kita gebaut werden kann. Einen Betreiber mit passendem Konzept. Und obendrauf eine standhafte Kostenermittlung samt Finanzierung. Die eigentliche Deadline endet bereits am Dienstag, 20. Dezember. Gesetzt hat die Frist die Stadt Penzlin. Bis dahin hoffe man auf willige Träger, die einen Kita-Bau stemmen wollen – und können.
Bis zur vorletzten Woche hoffte man noch, dass die extravagante Lösung des Awo-Doppels aufgeht. Nach der sollte die Kapazität der bestehenden Penzliner AwoKita erweitert werden. Zur Finanzierung wollte man sich die Awo Neubrandenburg mit ins Boot holen. Doch das sei nicht förderfähig, mahnte das Jugendamt des Kreises. Wer die Fördermittel bekommt, muss Träger sein – und letztendlich auch Bauherr. Beim Awo-Doppel wäre das nicht gegeben, heißt es von Kreissprecherin Haidrun Pergande.
Mit dem Jugendamt suche man nun eine Lösung. Die beginne bei der Suche nach einem Grundstück, doch viele freie Flächen gibt es nicht. Ein Eigentümer sei in Verhandlung mit der Stadt. Wahr sei laut Flechner aber auch, dass diese in der Vergangenheit schon scheiterten oder stecken blieben. Im Gespräch sei auch die Umnutzung eines leerstehenden Netto-Marktes.
Üblicherweise müsste nach dem Awo-Aus ein neues Interessenbekundungsverfahren auf die Beine gestellt werden. Vier Bewerber gab es dazu im Sommer, nachdem der favorisierte Träger – die evangelische Kirchgemeinde – vom Projekt Abstand nahm. Dafür fehlt nun die Zeit. Deshalb kann jeder ein Konzept vorlegen. Klappt das bis Jahresende nicht, drohen die Fördermittel woanders hinzufließen.
Penzlin selbst betont klar, dass die Stadt über keine eigenen finanziellen Mittel verfüge, die sie einem Träger zur Verfügung stellen kann. Aber: Stünde erst einmal ein Betreiber samt Konzept, könne man in der Grundstücksfrage vielleicht doch helfen. Penzlins Ehrenbürger Jost Reinhold versprach nämlich, bis zu 100 000 Euro zugunsten der Kinderbetreuung zu spenden.

03.12.2018 
Quelle: Nordkurier 

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