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20.12.2018

In Ankershagen wird schon jetzt an Schliemanns 200. Geburtstag gedacht

Bei der Schliemann-Gesellschaft bereitet man sich schon jetzt auf ein besonderes Datum vor: Den 200. Geburtstag des Troja-Entdeckers im Jahr 2022. Ein Vortrag gibt nun Einblicke in dessen Leben, aber auch einen Vorgeschmack auf das Jubiläumsjahr.

Ankershagen. Reinhard Witte wird bei seinem Vortrag am Sonntag, 6. Januar, um 11 Uhr im Museum in Ankershagen über „Schliemann in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“ sprechen. Dieses Thema ist nicht zufällig gewählt, denn am 6. Januar 1822 wurde der Troja-Entdecker geboren, an diesem Tag jährt sich Schliemanns Geburtstag zum 197. Mal.
Witte ist momentan aber auch schon damit beschäftigt, den 200. Geburtstag des berühmten mecklenburgischen Pastoren-Sohnes vorzubereiten. Nicht allein, denn es gibt bereits ein Vorbereitungskomitee, das im Anschluss an den Sonntagsvortrag präsentiert werden soll. Schon jetzt ist klar, dass es im September 2021 eine internationale viertägige Schliemann-Konferenz geben soll, organisiert von der Schliemann-Gesellschaft, dessen Vorsitzender Witte ist. „Wir wollen vorgehen und das Jubiläumsjahr einläuten“, so Witte gegenüber dem Nordkurier.
Derzeit ist er in Gesprächen mit Kollegen, nicht nur, um sie für Fachvorträge auf der Schliemann-Konferenz zu gewinnen, sondern auch, um sich abzustimmen. „Denn eines ist klar, je näher wir dem Jubiläumsjahr 2022 kommen, umso größer wird der Schliemann-Boom sein“, ist sich der Experte sicher. Zur Konferenz erwartet er Wissenschaftler aus aller Welt, die sich mit Schliemann und der Archäologie beschäftigen: Aus Griechenland, den Niederladen, den USA, Österreich und natürlich aus Deutschland.

Trotz seiner Schwächen bleiben seine Verdienste
Wo genau die Experten zusammen kommen, das steht aber noch nicht fest. „Darüber wird noch beraten, wir brauchen ja auch genügend große Tagungsräume, die einigermaßen in der Nähe zum Museum in Ankershagen liegen. Denn wir wollen ja, dass die Konferenz-Teilnehmer auch das Museum besuchen können“, erklärte Reinhard Witte. Übrigens soll die viertägige Konferenz offen für jedermann sein. „Alle, die sich für Schliemann interessieren und dafür, wie heute Archäologie betrieben wird, sind herzlich willkommen. Man muss sich lediglich anmelden“, so Witte.
Der nächste Sonntagsvortrag in Ankershagen ist schon mal eine gute Gelegenheit, sich mit dem Leben und den Entdeckungen Heinrich Schliemanns bekannt zu machen. Denn am 6. Januar spricht Reinhard Witte, der ehemalige Leiter des Heinrich-Schliemann-Museums in Ankershagen, über Leben und Werk des berühmten mecklenburgischen Pastorensohnes und vor allem über die Beschäftigung mit ihm durch Zeitgenossen, Forscher, Biografen und Journalisten. Bereits zu seinen Lebzeiten war das Bild über Schliemann in der Wissenschaft und in der Öffentlichkeit durchaus gespalten: Die einen feierten ihn als Entdecker Trojas und der Königsgräber von Mykene, die anderen kritisierten seine Ausgrabungs­methoden und seinen fatalen Hang zur Selbst­inszenierung. Sogar Fälschungsvorwürfe wurden gegen Schliemann erhoben. Diese verstärkten sich in den 1970er- bis in die 1990er-Jahre hinein.
Über Schliemann wurde unglaublich viel publiziert. Das hängt auch damit zusammen, dass er der Nachwelt einen gewaltigen Fundus an persönlichen Schriftzeugnissen hinterlassen hat – etwa 60 000 bis 80 000 Briefe von ihm und an ihn, 18 Reise- und Ausgrabungstagebücher, Geschäftsbücher und vieles mehr, die auch zukünftig weiter erforscht werden.
„Trotz seiner Charakterschwächen, die dabei immer wieder sichtbar gemacht wurden, bleiben die Verdienste Schliemanns für die Altertums­wissenschaft unbestritten, so dass sein 200. Geburtstag 2022 von der Internationalen Heinrich-Schliemann-Gesellschaft groß gefeiert werden wird“, so Reinhard Witte.

20.12.2018 
Quelle: Nordkurier 

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