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01.12.2018

Lesemekka macht den ersten Zug

Die Penzliner Bibliothek hat den 60er-Jahre-Charme hinter sich gelassen und ist ins neue Voß-Haus gezogen, an dem aber noch weiter gewerkelt wird. Das Objekt wird künftig nicht nur Leseratten und Spielkindern mehr Platz bieten.

Penzlin. Helle, offen gestaltete Räume mit großen Fenstern, durch die Licht großzügig in Penzlins neue Bibliothek fällt. Der 60er-Jahre-Charme aus den Räumlichkeiten in der Großen Straße  4 ist vergessen und weicht nun moderner und zeitgemäßer Gestaltung. Das freut die Penzliner Bibliothekarin Susan Lambrecht. Wer die Bücherei in Penzlin aufsucht, muss sich fortan eine neue Adresse merken: die Turmstraße  35.
Denn dort entsteht der neue kulturelle Anlaufpunkt für die Stadt: das Voß-Haus. In dem umgebauten Objekt solle Kultur gebündelt angeboten werden. Deshalb werden Besucher dort künftig sowohl viel Wissenswertes über Johann Heinrich Voß, den deutschen Dichter und Übersetzer griechischer Epen und römischer Klassiker finden, als auch die Touristinformation zusammen mit dem Stadtarchiv.
Im Erdgeschoss ist seit dieser Woche nun die Bibliothek untergebracht. Insgesamt 7500 Bücher, CDs, DVDs und Spiele haben binnen weniger Tage den Standort gewechselt. Sieben Leute haben freiwillig und unentgeltlich beim Ein- und Auspacken geholfen. „Bis jetzt sind bereits 150 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet worden – und das nur beim Umzug“, dankt Lambrecht den Helfern. Sie gehören vielfach auch zu den Nutzern des Bibliotheksangebotes.
Penzlin arbeitet im Städtenetzwerk „Da!Sein“ mit. Darüber entstand auch die Idee der „Kulturquartiere“. Das Konzept beinhaltet das Bündeln passender Angebote an einem Ort. Das voraussichtlich am 29.  März eröffnende Voß-Haus, das derzeit für rund 2,2 Millionen Euro saniert und umgebaut wird, bietet entsprechende Kapazitäten. Die neue Nutzfläche sei laut Lambrecht geringfügig größer: Von rund 105 auf nunmehr 120 Quadratmeter. Für Bibliotheksnutzer werden zwei Computerarbeitsplätze eingerichtet.
Neuheiten gibt es ebenfalls: Dazu zählt eine gemütliche Leseecke. In der sollen künftig Vorleseeinheiten für Kinder stattfinden. Am alten Standort waren solche Vorleseeinheiten lediglich an Schließtagen möglich. Mit der zusätzlichen Leseecke, die unweit des Eingangsbereiches liegt, möchte Lambrecht nun häufiger und regelmäßiger den Kleinen vorlesen. Gerade in heutiger Zeit, in der digitale Medien stärker dazu verführen, den Blick vom Kinderbuch abzuwenden, sei das eine wichtige Geste. „Zusätzlich suche ich noch Vorlesepaten, die Kindern ehrenamtlich aus unseren Büchern vorlesen würden“, hofft Susan Lambrecht auf eine Unterstützung. Mit ihrer Aktion möchte sie bei den heranwachsenden Menschen die Lust aufs Lesen wieder wecken und idealerweise über Lesedefizite der Kinder hinweg helfen.
Finanzielle Hilfe gab’s in diesem Jahr bereits von der Jost-Reinhold-Stiftung in Höhe von 1500 Euro. Weitere Anschaffungen werden folgen; vor allem Romane, Kinderbücher sowie Kinderspiele. Insgesamt 1392 Euro im Rahmen der Medienförderung des Landes werden der Penzliner Bibliothek dafür bereitgestellt. Verschwendet seien die Gelder in keinem Fall, meint Lambrecht. Denn schon jetzt gebe es mit 1413 deutlich mehr Entleihungen für Kinderbücher als im gesamten letzten Jahr. 2017 waren es lediglich 1127. Das gibt Lambrecht Hoffnung. Die Nutzerzahlen entwickelten sich positiv.
Im laufenden Jahr registrierte die Bibliothek 325 aktive Leser und bisher 4911 Entleihungen. Zu folgenden Zeiten ist die Bibliothek künftig geöffnet: Montags, dienstags und donnerstags von 9.30 bis 12 Uhr sowie von 13 bis 17.30 Uhr.

01.12.2018 
Quelle: Nordkurier 

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