Hilfsnavigation

Blick auf Penzlin vom Mühlenberg Spiegelung
Logo natürlich Mecklenburgische Seenplatte
10.01.2019

Neuer Seniorenbeirat steht in Kritik

Die älteren Einwohner im Amt Penzlin haben jetzt eine eigene Interessen- vertretung. Das Quintett hat seine Arbeit noch nicht mal aufgenommen, da regt sich schon Kritik an seiner Zusammensetzung.

Penzlin. Was sich anderenorts bereits etabliert hat, kommt nun auch für Punschendörp: Ein Seniorenbeirat. Das neu aus der Taufe gehobene Gremium findet sich am 12. Februar zu seiner ersten Sitzung zusammen. Im Quintett möchte man bei kommunalen Vorhaben mitgestalten und die Interessen der Senioren vertreten.
Seit September konnten sich Bürger für die Mitarbeit im Beirat aufstellen lassen und bei der Stadtverwaltung ihre Unterlagen abgeben. Allerdings gingen nur fünf Bewerbungen ein – damit ist die Mindestanzahl ehrenamtlich Mitwirkender gerade so erreicht worden. Zu den Mitgliedern werden neben Hartmut Kindermann auch Sigrid Bechdolf, Edith Günther, Ingrid Roßmann und Roswitha Treptow zählen.
Schon jetzt gebe es jedoch aus den Ortschaften des Amtes Penzliner Land Kritik, dass das Fünfergespann ausschließlich Einwohner von Penzlin seien. Umliegende Orte fühlten sich dadurch unterrepräsentiert, erzählte Beiratsmitglied Hartmut Kindermann von mehrfachen kritischen Stimmen, die nach Bekanntwerden des etablierten Seniorenbeirates an ihn herangetragen worden sind. Dabei stellt der Penzliner klar, dass alle Bürger des Amtes monatelang die Möglichkeit hatten, ihre Bewerbung zum Mitwirken abzugeben, aber schlichtweg nicht genutzt haben.
„Bis zu elf Mitglieder können wir insgesamt in dem Gremium aufnehmen“, startet er noch einmal einen Aufruf. Gesa Pasch, die Verantwortliche für Pressearbeit bei der Stadt, erklärt auf Nachfrage, dass sich Interessierte für dieses Ehrenamt auch jetzt noch bewerben können.
Den entscheidendsten Vorteil sieht der 63-jährige Hartmut Kindermann in den Rechten des Beirates. Als Mitglied dürfen sie bei Stadtvertretersitzungen oder Ausschüssen etwa zu Punkten sprechen, die auf der Tagesordnung der jeweiligen Sitzung stehen. Als „bloßer“ Einwohner ist das nicht gestattet. Das untersage die Geschäftsordnung der Stadt Penzlin.
So könnten etwa bei Straßenbauprojekten Anregungen und Vorschläge aus den Reihen der Beiratsmitglieder in eine Diskussion mit eingebracht werden. Im Blick hat Hartmut Kindermann etwa die Gestaltung des Kompetenzzentrums für ältere Menschen, das in der Großen Straße 4 gestaltet werden soll. „Es geht hier um Anregungen zur Barrierefreiheit“. Und auch den Bau von 18 barrierefreien beziehungsweise -armen Wohnungen für ältere Menschen, die in der Großen Straße 5 bis 10 entstehen sollen, werde man im Auge behalten.
Ein Erfolg hat sich jetzt schon eingestellt: „Wir wollen Veranstaltungen vereinen, wie zum Beispiel die Frauentagsfeier“, nennt er einen Fortschritt. Nun feiere die 61-köpfige Seniorengruppe des Penzliner Kulturvereins zusammen mit der Diakonie und den Älteren des Arbeitslosentreffs. So kochen unterschiedliche Vereinigungen nicht nur ihr eigenes Süppchen. Das Gemeinsame, ist Kindermann überzeugt, stärke darüber hinaus den Zusammenhalt.

10.01.2019 
Quelle: Nordkurier 

Kontakt

Stadt Penzlin
Der Bürgermeister
Warener Chaussee 55a
17217 Penzlin

Telefon+49 3962 2551-0
Fax+49 3962 2551-71
u.ross@penzlin.de