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07.12.2018

Nur ein schnatterndes Trio wurde verschont

Gänse, Schinken, Wurst, Weihnachtsbaumständer. Auf dem Gut Marihn gibt es alles, was man für das Fest braucht und das ganz ohne Trubel in ländlich familiärer Atmosphäre. Und wer mag, kann sich auch anschauen, wie die Tiere leben, die später als Leckerbissen auf dem Teller landen.

Marihn. Einmal hin, alles drin. Der Werbespruch einer großen Einkaufsmarktkette passt auch prima zum Gut Marihn. Denn dort kann man seit Mittwoch alles kaufen, was zum Weihnachtsfest gehört. Angefangen beim Baumständer bis hin zum Festtagsbraten. Direkt gelegen an der Bundesstraße 192 auf halber Strecke zwischen Waren und Neubrandenburg, aber weit ab vom lauten Trubel, kann man von Montag bis Freitag von 12 bis 17 Uhr und an den Wochenenden von 9 bis 17 Uhr in Ruhe seine Besorgungen machen. Vor dem Stallgebäude in der Rosenallee 1 stehen Nordmanntannen und Blaufichten, die in der Nähe von Rostock gewachsen sind und frisch geschlagen nach Marihn kommen. Die große Trockenheit wird sich in diesem Jahr noch nicht preislich niederschlagen, verspricht Denise Sommer von der Firma Müritz-Weihnachtsbaum.
Gemeinsam mit Lisanne Altmann hat sie den landwirtschaftlichen Betrieb zur Weihnachtszeit in einen Erlebnishof für Familien verwandelt. Am 16. und am 23. Dezember von 9 bis 17 Uhr findet auf dem Gut nämlich zusätzlich zum Gänse- und Weihnachtsbaumverkauf wieder ein Kinderweihnachtsmarkt statt. Im Stall ist dann ein großer Tresen aufgebaut, wo es Glühwein und Punsch für die Eltern und Großeltern gibt, während die kleinen Besucher nur ein paar Schritte weiter die ehemaligen Pferdeboxen erkunden können. Dort warten Streicheltiere, eine riesige Sandkistenbox, eine Box zum Toben mit Stroh, ein Pony zum Reiten, Landtechnik zum Staunen und die letzten drei Schnattertiere.

Viele Kinder haben mittlerweile den Bezug zur Landwirtschaft verloren
400 Gänse flatterten noch vor ein paar Wochen über die Wiesen des landwirtschaftlichen Betriebs. Die Müritz-Gänse sind weiße Dänische Mastgänse. „Sie sind sehr robust und gesund. Deshalb eignen sie sich hervorragend für die Freilandhaltung“, sagt Lisanne Altmann. Bis auf das Trio wurden alle auf dem familiengeführten Geflügelhof Meyer, der bereits in dritter Generation betrieben wird, geschlachtet. Statt sie dann mit heißem Wasser abzubrühen, wurden sie trocken in Handarbeit gerupft, weil dadurch die empfindliche Haut der Tiere unversehrt bleibt und ihr natürliches Aroma behält. Nach der Schlachtung werden die Gänse sofort schockgefroren. Innerhalb von einer Stunde wird ihre Kerntemperatur auf -18° Celsius herunter gefroren, damit die Frische und Fleischqualität erhalten bleiben. Nun warten sie in Marihn in den Tiefkühltruhen auf hungrige Käufer.
„Wir haben ein Jahr auch versucht, frisch geschlachtete Gänse anzubieten. Aber die meisten Kunden wollen ofenfertige Gänse. Tiefgefroren gibt es weniger Ärger“, sagt Lisanne Altmann und öffnet die Tür einer Kammer, aus der es wunderbar duftet. Denn dort lagern die Würste und Schinken, die aus dem Fleisch der hofeigenen Angus-Rinder hergestellt wurden. „Wir arbeiten daran, dass wir im nächsten Jahr durchgängig Fleischprodukte von unserm Gut anbieten können und nicht nur zur Weihnachtszeit“, sagt Lisanne Altmann. Die Rinder können sich die Besucher natürlich auch ansehen. Viele Kinder hätten mittlerweile den Bezug zu Tieren und Landwirtschaft verloren und darum biete das Gut Marihn diese Möglichkeit an.

07.12.2018 
Quelle: Nordkurier 

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