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27.11.2018

Sattelauflieger weg: Auftragsklau vermutet

Die Diebe kamen mit einer Zugmaschine, um einen Sattelauflieger samt Fracht in Möllenhagen zu stehlen. Schaden: 80 000 Euro. Die Polizei sucht nach Zeugen.

Möllenhagen. Wer hat einen kompletten, tonnenschweren Auflieger eines Sattelzuges mitgehen lassen? Die Tatzeit ist ungewiss, kann jedoch auf die Zeit zwischen Sonntag 17 Uhr bis Montag 6 Uhr eingegrenzt werden. Der Tatort hinter der Möllenhagener Tankstelle ist unumstritten. In den Abend- und Nachtstunden von Sonntag auf Montag haben die noch unbekannten Täter durch den Diebstahl einen Schaden von rund 80 000 Euro verursacht und dem betroffenen Unternehmen damit eine Negativpremiere in der Firmengeschichte beschert.
Seit 27 Jahren existiert die Malchiner Transportfirma Wapner. Der Vorfall in Möllenhagen sei der allererste Diebstahl eines Sattelaufliegers seit Firmengründung, sagt Norman Wapner aus der Geschäftsführung der Spedition. Der Fahrer des Sattelzuges wohne in der Nähe. Deshalb habe es sich seit zwei Jahren bewährt, dass dieser Mitarbeiter den Auflieger nahe der Tankstelle abstelle und mit der Zugmaschine bis zum Wohnsitz fahre. Passiert sei bisher noch nichts. Am Sonntagabend um 17 Uhr, so Wapner, habe sich der Mitarbeiter zudem versichert, dass mit dem Auflieger am Standort alles in Ordnung gewesen sei.
Der Auflieger muss mit einer von den Tätern selbst mitgebrachten Zugmaschine vom Platz geschafft worden sein, teilt Diana Mehlberg, Sprecherin der Polizeiinspektion Neubrandenburg, erste Ermittlungserkenntnisse mit. Geladen waren 22 Tonnen sogenannter OSB-Spanholzplatten im Wert von etwa 40 000 Euro. Solche Platten werden typischerweise beim Innenausbau von Häusern verwendet.
Norman Wapner von der geschädigten Spedition verwundert der Diebstahl. Denn unter mehreren, dort abgestellten Trailern wurde gerade jener herausgepickt und geklaut. Und das, obwohl es sich bei der Ladung um kein außergewöhnlich hochpreisiges Gut handele. Man müsse gezielt zugeschlagen haben, vermutet Wapner. Einen Auftragsklau hält er für nicht ausgeschlossen. Auch die Polizei, die nun nach dem Auflieger mit der grünen Bordwand, den grünen Hecktüren, der silberfarbigen Plane und mit dem kreisrunden, aufgedruckten Symbol „KW“ sucht, schließt einen Auftragsdiebstahl nicht aus. Konkrete Hinweise gebe es jedoch noch nicht.

Spuren konnten am Tatort nicht gesichert werden
Nach dem 40 000 Euro teuren Auflieger der Marke Krone fahndet die Polizei deshalb seit Montagmorgen bundesweit. „Dadurch könnte er bei einer Kontrolle an jeder Grenze festgestellt werden“, erklärt Mehlberg. Besonders aufmerksam sei man nun auch an der Grenze zu Polen. Bei jedem Fahrzeugdiebstahl werde nämlich umgehend sowohl die Bundespolizei als auch das Gemeinsame Zentrum der deutsch-polnischen Polizei in Swiecko benachrichtigt.
Bei der Spedition läuft das Tagesgeschäft indes weiter. Den Schaden werde wohl die Versicherung ersetzen. Der geklaute Auflieger sei höchst ärgerlich, aber man verfüge über bis zu drei Trailer mehr als Fahrzeuge. Damit werden unter anderem auch Getreide, Milch, Dünger und andere Güter vornehmlich bundesweit oder aber ins angrenzende Ausland wie etwa Holland oder Dänemark gefahren. Grundsätzlich, so Wapner, seien aber nicht nur die Zugmaschinen, sondern auch die Auflieger selbst mit GPS-Ortungssystemen ausgestattet.
Spuren konnten nach Polizeiangaben am Tatort nicht gesichert werden. Auch Zeugenhinweise zu dem Fall, den jede Polizeidienststelle entgegen nehme, fehlten bis zum Redaktionsschluss. Möglich wäre, dass eine mögliche Kamera an der benachbarten Tankstelle etwas vom Vorgehen aufgezeichnet hat. Die Aufnahmen werden gegenwärtig noch überprüft.
Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei in Waren unter der Nummer 03991/176224 entgegen.

27.11.2018 
Quelle: Nordkurier 

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