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22.12.2018

Schüler kommen jeden Tag planmäßig zu spät

Für einige Kinder aus dem Penzliner Umland sollte der Weg zum Bus wieder sicherer werden: Die Verkehrsgesellschaft hat die Beschwerden der Eltern ernst genommen. Doch das hat nun Konsequenzen für noch mehr Kinder – sie kommen jetzt jeden Tag zu spät zum Unterricht.

Penzlin/Siehdichum. Nun hält der Bus zwar wunschgemäß und vorschriftsmäßig an der Buswartestelle in Siehdichum. Damit sind nun allerdings neue Probleme entstanden. André Schnur, der Ortsvorsteher von Siehdichum, staunt über die vertrackte Situation, die sich entwickelt hat – nur weil die Handvoll Kinder in dem Ortsteil sicher auf den Bus warten sollte. „Deshalb kommen unsere Schüler jetzt zu spät zum Unterricht“, erklärt der Ortsvorsteher. Und zwar nicht unerheblich. Schnur spricht von rund zehn Minuten. Jeden Tag.
Das Dilemma betrifft nicht nur die Kinder von Siehdich-um, sondern alle Schüler aus den umliegenden Orten, welche in der Regionalen Schule mit Grundschule in Penzlin beschult werden. Im Oktober hatten Ortsvorsteher André Schnur sowie besorgte Eltern darauf aufmerksam gemacht, dass der Bus statt am Buswartehäuschen direkt an der kurvigen Kreisstraße nahe eines Kreuzungsbereiches anhält. Die Siehdichumer sahen eine Gefahr für die Kinder. Immerhin gab es am nicht-offiziellen Haltepunkt keinen Fußweg, keine Busbucht, keine Beleuchtung und natürlich auch kein Buswartehäuschen.
Die Forderung aus Siehdichum: Der Bus soll die bestehende Haltestelle anfahren oder es soll eine neue gebaut werden, für die Penzlin als Straßenbaulastträger allerdings weder Fläche noch Geld zur Verfügung hat.
Die Mecklenburg-Vorpommersche Verkehrsgesellschaft (MVVG) reagierte umgehend Mitte Oktober, in dem der Busfahrplan umgeändert wurde. Der Schulbus fährt morgens nun über Wustrow und hält passgenau an der Bushaltestelle in Siehdichum. Da es in Wustrow keine schulpflichtigen Kinder gibt, fuhr der Bus vorher auch nicht dort lang. Die Busfahrzeit nach Penzlin war deshalb zuvor kürzer.

Änderung wäre erst nach den Winterferien möglich
Der nun rund fünf Kilometer lange Umweg über einen maroden Plattenweg kostet rund 15 Minuten. Das bedeutet, dass alle Kinder der umliegenden Orte vor den Toren Neubrandenburgs nun jeden Tag zehn Minuten zu spät zum Unterricht kommen.
Die Penzliner Schule bestätigt das Problem. Von dort heißt es aber, dass den Schülern dadurch keine Nachteile gegenüber anderen entstünden. Inwiefern dann alle Kinder in den betroffenen Klassen bis zum Eintreffen des Busses aus Richtung Alt Rehse zehn Minuten täglich weniger beschult werden, bleibt unklar.
Torsten Grahn, Geschäftsführer der MVVG, verweist auf eine Anfrage der Beförderungsgesellschaft an die Verwaltung in Penzlin. Man habe dort die Schaffung von Ausgleichsflächen für eine umgeänderte, neue Bushaltestelle am Rande der Kreisstraße angeregt. Diese Ausgleichsflächen müsste die Stadt Penzlin schaffen. Das wird aber wohl schwierig werden, da an die Kreisstraße lediglich Privatgrundstücke grenzen.
Alternativ müssten die Zeiten des Busfahrplans für die Buslinie geändert werden. Eine Fahrplanänderung sei aber erst wieder nach den Winterferien vorgesehen, so Torsten Grahn. „Die Bushaltestelle in Siehdichum kann aber nur bedient werden, wenn wir über Wustrow fahren“, betonte er und verweist, dass auch ein Buswendemanöver in diesem Bereich nicht möglich sei.

22.12.2018 
Quelle: Nordkurier 

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