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13.01.2020

Abgemacht: Ulli wird zum Ritter

Penzlin steht vor großen Herausforderungen. Viele Aufgaben, wenig Geld. Doch zum Glück gibt es tolle Menschen, die sich für ein lebenswertes Penzlin einsetzen. Einige wurden dafür jetzt geehrt.

Penzlin. Hand drauf: Penzlin bekommt schon bald einen Ritter mehr. Denn nach dem letzten Punktspiel der Fußballherrenmannschaft will Stadtpräsident Michael Baaß (Die Linke) im Gewand erscheinen und den Trainer Christian Ullerich zum Ritter schlagen. Zuvor darf sich die erste Mannschaft, die mit ihrem begeisternden Fußball Hunderte Menschen nach Penzlin holt und zu einem Aushängeschild der Stadt geworden ist, sogar im Goldenen Buch der Stadt eintragen. Nicht das einzige Versprechen, das Baaß beim Jahresempfang der Stadt Penzlin am Freitagabend in der Mensa der Johann-Heinrich-Voss-Schule abgegeben hat. Auch beim großen Turnier des Reit-und Fahrvereins Groß Vielen möchte Michael Baaß endlich mal vorbeischauen. Das hat er der Vereinsvorsitzenden Katja Mohnke fest zugesagt. Die engagierte Frau nahm stellvertretend für alle Vereinsmitglieder den Cittaslow Preis als Anerkennung für die wichtige ehrenamtliche Arbeit entgegen.
„Die Zukunft soll man nicht voraussehen, sondern möglich machen“, unter dieses Zitat des Schriftstellers Antoine de Saint-Exupéry hatte die Stadt ihren Jahresempfang gestellt und vielen Menschen gedankt, die genau das umsetzen. Denn sie sind das Kapital der kleinen Stadt und des Amtsbereiches, dem es finanziell nicht sehr gut geht.
„Die Finanzsituation ist grottenschlecht. Wir haben nicht nur ein Schuldenproblem, sondern auch eine strukturelle Unterfinanzierung des Haushalts, denn die Einnahmen tragen die Ausgaben nicht mehr“, sagte Bürgermeister Sven Flechner in seiner Neujahrsansprache. Obwohl die Kreisumlage gesunken ist und mehr Geld über den Kommunalen Finanzausgleich reinkommt, sei das Finanzproblem nicht gelöst. Wo Geld fehlt, kann man improvisieren statt zu resignieren. Und so haben die Penzliner sich bei der Partnerstadt Otterndorf, die auch mit einer Delegation angereist war, ein Erfolgsmodell abgeschaut. Mit einem Ehrenamtskarussell sorgen Mitglieder der Seniorengruppe des Penzliner Kulturvereins dafür, dass Besucher auch am Wochenende in das neue Voß Haus können. „Das ist geballte Frauen-Seniorenpower“, lobte Michael Baaß und Ingrid Roßmann versprach stellvertretend: „Die Stadt kann weiterhin auf unsere Hilfe setzen.“ Ein wahrer Schatz sind auch die bekannten Schauspieler Ulrike Bliefert und Laszlo Kish, die sich ehrenamtlich in die Veranstaltungsreihe StadtLandOlymp eingebracht haben. Dafür wurden sie mit einer Ehrung überrascht. Ausgezeichnet wurde auch Gabriele Wahl-Multerer, die mit der aufwendigen Sanierung des Wohnblocks in Alt Rehse dafür gesorgt hat, dass eine Bausünde verschwunden ist und der Parkeingang wieder im Querformat fotografiert werden kann.
Natürlich gab es auch genussvolle Momente. Dafür sorgten die jungen Sängerinnen und Sänger der Kreismusikschule Kon.centus unter der Leitung von Kristiina Mäkimattila. Kulinarisch spielt Penzlin ohnehin in der höchsten Liga des Landes. Holger Gniffke gab eine kleine Kostprobe von dem, was die Gäste bei der BURMÉ im September erwartet.

Kontakt

Frau Gesa Pasch
Amt für Hauptverwaltung und Bürgerdienste
Öffentlichkeitsarbeit, Kultur, Schule
Warener Chaussee 55a
17217 Penzlin

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Fax+49 3962 2551-52
g.pasch@penzlin.de