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03.12.2019

Adventstragödie: Nachbarn retten Ehepaar vor dem Feuer

Im Oktober 2019 bezog ein Ehepaar aus Bayern ihr neues Domizil am Rockower See. Das modernisierte Gutshaus brannte am ersten Adventssonntag aus. Ein Gutachter machte nun die Ursache ausfindig.

Rockow. Die Zukunft war für ein Ehepaar aus Bayern festgezurrt. Der 60-Jährige und seine 56-jährige Gattin kündigten in Bayern ihre Jobs, verkauften ihr dortiges Haus, um sich mit dem Umzug ins ehemalige Gutshaus Rockows einen Traum zu erfüllen. Dieser Traum hat sich am 1. Adventssonntag in einen Alptraum verwandelt.
Eine Feuersbrunst überraschte das Paar am 1. Dezember im Schlaf, erzählt Thomas Diener (CDU), Bürgermeister von Möllenhagen, der dem Paar am Tag nach der Schreckensnacht einen Besuch abstattete. Die Nachbarn wurden urplötzlich zum Retter, bemerkten das Feuer mitten in der Nacht und weckten das Ehepaar schließlich, so Diener.
Körperlich unversehrt konnte sich das Ehepaar retten. Doch nun stehen sie vor einem Scherbenhaufen. Ihre Habseligkeiten, angefangen von Kleidung über Möbel bis hin zu liebevollen Erinnerungen, wurden Opfer der Flammen. Der von der Neubrandenburger Staatsanwaltschaft beauftragte Brandursachenermittler sah am Montagnachmittag den benutzten Nachtspeicherofen als Ursache für das Entstehen des Brandes an. Ob die Fehlfunktion auf einen technischen Defekt oder aber auch unsachgemäße Benutzung zurückzuführen ist, ließe sich im Nachhinein nicht mehr klären, sagte Diana Mehlberg, Sprecherin der Neubrandenburger Polizeiinspektion. Allerdings könnte eine vorsätzliche Brandstiftung nach derzeitigen Erkenntnissen ausgeschlossen werden.

Bürgermeister möchte Hilfsaktion starten
Klar ist aber: Der Schaden durch Feuer und den knapp achtstündigen riesigen Löscheinsatz ist mit rund 600 000 Euro immens. Das modernisierte Gutshaus, das das Paar erst im Oktober dieses Jahres erwarb, sollte nicht nur ein Heim für die beiden sein, sondern auch für die kleine Familie der Tochter. Auch sie habe bereits Wohnung und Job in Bayern aufgegeben und sich auf den Umzug Mitte Dezember an die Seenplatte vorbereitet. Für die Betroffenen, sagt Thomas Diener, sei das Ganze in jeder Hinsicht ein Super-Gau, denn das flüchtige Verlassen des Hauses in der verhängnisvollen Nacht sorgte auch dafür, dass so gut wie nichts aus dem Haus gerettet werden konnte.
Um niemandem zur Last zu fallen, wolle das Paar übergangsweise in einem Container auf ihrem Grundstück wohnen. Ob das Haus bis auf die Grundmauern abgerissen werden muss, sei laut Polizei-Sprecherin Mehlberg noch unklar. Einige Gebäudeteile gelten nach Begutachtung jedoch als einsturzgefährdet. An der Fassade seien Risse festzustellen, die Lehmwände dürften sich mit Wasser vollgezogen haben.
Wie Möllenhagens Bürgermeister mitteilte, möchte er über die Gemeinde eine Hilfsaktion für das Ehepaar starten. Über Dinge, die jetzt benötigt werden, machen sich der 60-Jährige und seine 56-jährige Gattin nun Gedanken. Wenn die Liste erstellt ist, werde versucht, die Dinge zu beschaffen, so Diener.

03.12.2019 
Quelle: Nordkurier 

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