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07.10.2019

Auf dem Land, da zieht im Herbst die Gemütlichkeit ein

Großer Bahnhof in Klein Lukow: 30 Anbieter haben beim „Penzliner Landmarkt“ mitgemacht.

Klein Lukow. Regionalität war in Klein Lukow am Sonnabend besonders wichtig: In dem kleinen Ort wurde nämlich der Penzliner Landmarkt ausgerichtet. „Der Landmarkt soll jährlich zwischen den 18 Ortsteilen unserer Stadt Penzlin rotieren“, sagte Penzlins Bürgermeister Sven Flechner. Er sei 2013 im Zuge des Cittaslow-Eintritts aus der Taufe gehoben. Bei der sechsten Auflage in diesem Jahr seien mittlerweile 30 Anbieter dabei. „Es sind Leute, die die Produkte in ihrer Freizeit herstellen“, sagt Flechner.
Auch Martina Hecht war dabei. Die Penzlinerin ist werktags als Floristin tätig. Doch in ihrer Freizeit setzt sie sich an ihr Spinnrad und spinnt Roh- zu Strickwolle. Ihr Hobby präsentierte sie bereits zum fünften Mal auf dem Landmarkt. „Es macht Spaß und die Atmosphäre hier ist gemütlich“, sagte Martina Hecht und ließ die Rohwolle in die Spindel und von dort auf die Spule laufen. Rund acht Stunden brauche sie, bis eine Spule voll und damit ein Wollknäuel fertig sei.
Für Handarbeiten interessierte sich Renate Roll besonders. Die Penzlinerin, die schneidern kann, schaute sich die selbstgenähten Taschen und Brotkörbchen bei Sigrid Bechdolf an. „Es wird hier aus alten Dingen wieder ein Produkt hergestellt“, spielte Bechdolf auf das Thema Nachhaltigkeit an. Strick- und Häkelsachen oder auch Öle gab es am Stand der Landfrauen aus Groß Lukow. Ein Heimspiel – ihr Stand war stets dicht umdrängt. „Viele Besucher haben sich über die große Vielfalt und die Gestaltung der Stände gefreut“, sagte Britta Zolinski von den Landfrauen. Sie selbst hatte ihren Tisch liebevoll mit Blumen, Kastanien und bunten Blättern verziert.
Zur ausgewogenen Ernährung konnte Ivi Andrea Scheidler vom Venuszauber-Garten in Siehdichum und Alt Rehse Wissenswertes mitteilen. „Ich habe keinen Garten und da brauche ich einen Betrieb, der Gemüse vernünftig anbaut“, erzählte Christel Bollmann, die extra aus Stavenhagen anreiste. Am Stand des biologisch-dynamisch zertifizierten Betriebes war sie genau richtig. Auf den Feldern werden nicht nur Gemüse und Kräuter angebaut, sondern auch die Lichtwurzel. „Sie steigert enorm das Immunsystem“, erklärte Scheidler. Die Pflanze stamme aus Asien und gelte dort sogar als Heilnahrung, sagte sie.
Der kleine Phil Roggendorf fand dagegen die alten Traktoren wie den Famulus 40 spannend. Mit Marco Pöhls fuhr er auf dem „Schlüter 850 V“ sogar einmal durchs Dorf. Nach der Ausfahrt strahlte der Knirps übers ganze Gesicht. Doch wie Traktor-Fan Jens Herzberg erzählte, kamen die alten Maschinen auch bei den Senioren an. Bei ihnen würden Erinnerungen an frühere Zeiten wach“, so Herzberg, der einen Zetor-Traktor besitzt.

07.10.2019 
Quelle: Nordkurier 

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