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08.07.2019

Eltern empört über den alten neuen Schulleiter

Mit Beginn des neuen Schuljahres kehrt Holger Rieck an die Penzliner Schule zurück. Vor drei Jahren wurde er beurlaubt und ging an eine Schule nach Rumänien. Noch vor seiner Rückkehr sandten Eltern einen Brief samt Unterschriftensammlung ans Schweriner Bildungsministerium.

Penzlin. Was seit Wochen als Gerücht Penzliner Eltern und Schüler in Alarmbereitschaft versetzte, war allerdings anderswo längst Gewissheit: Der ehemalige Schulleiter der Penzliner Schule, Holger Rieck, kehrt im August zu Beginn des Schuljahres an die Bildungseinrichtung zurück, an der er bis 2016 als Schulleiter tätig war. Er ist noch gar nicht wieder in Penzlin, da regt sich schon Widerstand.
Schüler und Eltern etwa starteten kurz vor den Sommerferien sogar eine Unterschriftensammlung. Diese war als Petition für den noch amtierenden Schulleiter Bernd Neuendorf und gegen Rieck ausgelegt. Dort werden Vorwürfe laut: etwa mehrfache Beurlaubungen in den Jahren 2011 bis 2016, um im Ausland an einer Schule tätig zu sein. „Aus den Erfahrungen heraus ist Herr Rieck als Schulleiter für uns nicht tragbar“, steht in dem derRedaktion vorliegenden Schreiben, das Schüler zusammen mit Eltern formulierten.
Lob dagegen erntet Neuendorf (zu Riecks Zeit Vize-Schulleiter). Er habe mit seinem Engagement für den Schulstandort überzeugt und somit das Vertrauen der Kinder und Eltern gewonnen Mit 120 Unterschriften versehen, wurde die Petition ans Schweriner Bildungsministerium gesandt. Eine Reaktion darauf steht noch aus. Nicht einmal eine Eingangsbestätigung habe man erhalten, schütteln Eltern wie Michaela Hundertmark, Mitglied der Elternvertretung der Schule, verständnislos den Kopf.
Mehrere Dinge seien nach Ansicht von Hundertmark und weiteren Eltern unklar. So wurde für Penzlin eine Schulleiterstelle ausgeschrieben. Nach Nordkurier-Informationen bewarben sich zwei Kandidaten darauf. Einer davon: Bernd Neuendorf. Ein Ergebnis blieb aus. Stattdessen kann Rieck auf seinen Platz zurückkehren.

Schwerin weist die Vorwürfe zurück
Kritik am Vorgehen lässt das Landes-Bildungsministerium nicht zu. Das Ausschreibungsverfahren wurde danach ordnungsgemäß beendet. „Die Position wurde aber schlussendlich nicht besetzt, da sich zwischenzeitlich ergeben hatte, dass die Beurlaubung von Herrn Rieck nicht über das Schuljahr 2018/2019 hinaus andauern wird“, schreibt Pressereferentin Kathrin Siegert. Für den Zeitraum der Beurlaubung für eine Tätigkeit im Auslandsschuldienst wurde der alte neue Schulleiter von seinen Aufgaben als Leiter des Penzliner Standortes freigestellt.
Beurlaubt, um im an einer Schule im Ausland zu arbeiten? Auch darüber halten sich hartnäckig Gerüchte. Etwa, dass ein Disziplinarverfahren gegen Rieck verantwortlich für seinen abrupten Weggang gewesen sei. Das Bildungsministerium dementiert. Ein solches Verfahren habe es nicht gegeben. Dafür aber reichten die Eltern eine Beschwerde beim Schulamt gegen Holger Rieck ein. Im Namen der Elternvertretung setzte Hundertmark ein weiteres Schreiben auf, mit Gründen, die gegen den neuen alten Schulleiter sprächen. Adressat: Bildungsministerin Bettina Martin (SPD). „Als Respektsperson wurde er von den wenigsten anerkannt“, heißt es darin. Zudem spreche mangelndes Einfühlungsvermögen bei den Kleinen und fehlendes Durchsetzungsvermögen bei den älteren Schülern gegen ihn, formuliert die Elternvertretung. „Er kommt im August wieder und war bis jetzt noch kein einziges Mal an seiner Schule. Das zeigt doch schon ein Desinteresse“, zeigt sich Hundertmark auch über das aktuelle Verhalten empört. Wie der künftige Schulleiter Holger Rieck dazu steht, ist unklar. Eine Kontaktaufnahme war bisher für die Redaktion nicht möglich.

08.07.2019 
Quelle: Nordkurier 

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