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02.11.2019

Ex-Bauamtsleiter lenkt nun den Bauausschuss

Nach nunmehr zehn Jahren stellt die Wählergruppe Penzliner Land nicht mehr den Vorsitzenden in Sachen Stadtentwicklung. Die Kandidatur des SPD-Stadtrats kam für den Platzhirsch überraschend.

Penzlin. Sven Rose ist mit der Kommunalwahl im Mai erstmals als Stadtvertreter für die SPD ins Penzliner Parlament gewählt worden. Und nachdem seine erste kommunalpolitische Amtszeit noch gar nicht lange andauert, hat er in Penzlin einen weiteren Schlüsselposten erhalten. Seit Kurzem leitet Rose nämlich zugleich als Vorsitzender die Geschicke des Stadtentwicklungsausschusses. Mit sechs Ja- und lediglich drei Gegenstimmen wurde er gewählt.
Bei der Wählergemeinschaft Penzliner Land (WPL) hinterließ diese Wahl einen bitteren Beigeschmack. Immerhin arbeitete Rose einst acht Jahre lang als Bauamtsleiter für die Penzliner Verwaltung und hat damals in seiner Funktion die Ausschussmitglieder informiert und beraten. Spezielle Verflechtungen gebe es vier Jahre nach dem Ausscheiden als Bauamtsleiter (Rose arbeitet aktuell bei der Wirtschaftsförderung des Kreises) aber nicht mehr, stellt er auf Nordkurier-Nachfrage klar und verweist stattdessen auf die konstruktive Zusammenarbeit mit allen Ausschussmitgliedern. Roses Vorteil: Er kennt als ehemaliger Bau- und Ordnungsamtsleiter beide Seiten des Tisches. „Damit kann ich hier auch als Mittler zwischen Verwaltung und Politik auftreten“, erklärt er.
Die WPL – die Wählergemeinschaft stellt auch den Bürgermeister Sven Flechner – sieht sich in gewisser Weise ausgebootet. Immerhin gehörte sie zur Wählergruppe, welche zur Kommunalwahl im Mai mit 22,02 Prozent nach der CDU die zweitmeisten Stimmen erhalten hat. Zur Demokratie gehöre es also, dass den großen Fraktionen eine angemessene Mitwirkung gewährt wird, formuliert Flechner. Für die WPL bestand diese seit 2009 zehn Jahre lang im Vorsitz des Stadtentwicklungsausschusses. Bemerkenswert, da sich die politische Vereinigung erst zum 12. März 2009 gegründet hat.
Sollte die WPL und/oder aber deren Kandidat Uwe Goldenbaum, der den Ausschuss seit 2017 leitete, ausgebootet werden? Sven Rose dementiert ausdrücklich. Die Niederlage Goldenbaums bei der Abstimmung „war kein Zeichen gegen Herrn Goldenbaum oder sollte bedeuten, dass man im Ausschuss nicht mit seiner Arbeit zufrieden war“, versucht der neue Ausschuss-Chef zu relativieren.
Im Vorfeld sei er fraktionsübergreifend – außer von der WPL – auf eine Kandidatur angesprochen worden. Rose, zugleich Stadtrat und Mitglied im Hauptausschuss, sieht in seiner Wahl einen Vorteil, weil er durch die unterschiedlichen politischen Ebenen „einen umfassenden und frühzeitigen Einblick in die Vorhaben der Stadt erhält“ – anders als bei einem sachkundigen Bürger, der mit Goldenbaum bislang den Ausschuss leitete. Zusätzlich könnte Sven Rose entsprechenden Wünschen des Ausschusses möglicherweise auch eine andere Schlagkraft verschaffen, da der neugewählte Vorsitzende gleichzeitig für die SPD im Stadtparlament sitzt. Der bisherige WPL-Ausschusschef, Uwe Goldenbaum, wurde übrigens mit knapper Mehrheit zum Stellvertreter gewählt.
Roses Stadtentwicklungsteam liegt künftig unter anderem die Erarbeitung eines umfassenden Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes für Penzlin und seine Ortsteile am Herzen.

02.11.2019 
Quelle: Nordkurier 

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