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11.09.2019

Gesellschaft plant großes Jubiläum

Die Heinrich-Schliemann-Gesellschaft blickt auf ein arbeitsreiches Jahr zurück. Aber auch die kommende Zeit hält große Aufgaben bereit. Hinzu kommt, dass der Kapitän das Steuerrad bald übergeben möchte.

Ankershagen. Im September 2022 ist Schluss. „Dann bin ich 70 und der Vorstand gehört in jüngere Hände“, sagte Dr. Reinhard Witte jetzt bei der Jahresversammlung der Heinrich-Schliemann-Gesellschaft in Ankershagen. Bis dahin hat Reinhard Witte aber noch große Ziele. Denn 2022 feiert die wohl bekannteste und bedeutsamste Persönlichkeit der Müritzregion ihren 200. Geburtstag. Anlässlich dieses Jubiläums bereitet der Verein zusammen mit dem Heinrich-Schliemann-Institut der Universität Rostock eine große internationale Konferenz vor. Die soll voraussichtlich vom 31. März bis zum 4. April 2022 in Rostock stattfinden mit einer Exkursion nach Ankershagen, wo der Troja-Entdecker seine frühen Kinderjahre verbrachte. Das Museum im ehemaligen Pfarrhaus feiert nächstes Jahr bereits seinen 40. Geburtstag. Seit der Eröffnung der neuen Dauerausstellung am 7. Juni haben 8100 Gäste das Museum besucht, wie Museumsleiterin Undine Haase informierte. Dies sei ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahren.

Neue und vor allem junge Mitglieder wichtig
Wesentlichen Anteil am Erfolg hat auch die Heinrich-Schliemann-Gesellschaft. Denn zum einen hat der Verein mit 20 000 Euro einen Teil der Kosten für die Umgestaltung des Museums übernommen. Zum anderen haben Mitglieder der Gesellschaft etwa 1500 Stunden ehrenamtliche Arbeit bei der Vorbereitung und Umsetzung der Ausstellung geleistet. „Das entspricht einer geldwerten Leistung von 90 000 Euro“, betonte Dr. Reinhard Witte. Die kontinuierliche Unterstützung des Museums sei aber auch eines der erklärten Hauptziele der Gesellschaft. So soll mit fachlicher und finanzieller Unterstützung der Gesellschaft bis zur nächsten Saison ein Ausstellungskatalog erstellt werden. Mit Sorge schaut Dr. Reinhard Witte aber auf die Entwicklung der Mitgliederzahlen. Denn von einst 230 ist die auf 172 gesunken. „Ein beunruhigendes Faktum. Wir brauchen neue und vor allem junge Mitglieder“, sagte Witte. Neben der Unterstützung des Museums leistet die Schliemann-Gesellschaft auch mit den Sonntagsvorträgen einen wichtigen Bildungsbeitrag in der Region. Seit Mai 2003 gibt es die Veranstaltungsreihe schon mit insgesamt 192 Vorträgen.
Der nächste findet am 6. Oktober um 11 Uhr statt. Dafür konnte Prof. Dr. Rüstem Aslan von der türkischen Universität Çanakkale gewonnen werden. Er referiert zum Thema „Heinrich Schliemann im Hinblick auf osmanische Quellen“.
Demnächst brechen Dr. Reinhard Witte und weitere Mitglieder der Gesellschaft zu einer Reise nach Brüssel auf, um dort vor Mitgliedern des Europäischen Parlaments über Heinrich Schliemann zu sprechen.

11.09.2019 
Quelle: Nordkurier 

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