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18.02.2019

Größter Wunsch der Penzliner Wehr wird erfüllt

In Penzlin droht dem Haushalt ein Defizit. Das wirkt sich ein Stück weit auch auf die Feuerwehr aus. Doch wichtige Investitionen sollen nicht betroffen sein.

Penzlin. Die Stadt Penzlin kann in diesem Jahr nur die wichtigsten Dinge für die Freiwillige Feuerwehr anschaffen. Das teilte Penzlins Bürgermeister Sven Flechner auf der Jahreshauptversammlung der Penzliner Wehr mit. „Wir können erstmals die laufenden Kosten nicht mehr decken“, erklärte Penzlins Bürgermeister Sven Flechner zum Haushalt 2019, der gerade erstellt wird. So habe sich das Defizit auf etwa 800 000 Euro summiert – eine Verdoppelung im Vergleich zu 2018.
Allerdings hätten sie in den vergangenen Jahren stets ein Defizit von 420 000 Euro gehabt. „Das stammt vom Kapitaldienst für Investitionskredite und Zinsen“, sagte Sven Flechner. So müssten die Kosten für Baumaßnahmen der Stadt wie beispielsweise das Bürgerzentrum oder die Schulen zurückgezahlt werden. Doch nun kommen auch noch gestiegene Ausgaben beispielsweise für Kreis- oder Amtsumlage hinzu. Es können dieses Jahr nicht alle Wünsche erfüllt werden, machte Flechner klar.
Wehrführer René Kittner hofft, dass dieses Jahr dennoch ein neuer Mannschaftswagen kommt. „Alle anderen Einsatzfahrzeuge haben eine begrenzte Kapazität“, sagt Kittner. So haben auf dem Tanklöschfahrzeug sechs Leute und auf dem Löschgruppenfahrzeug neun Kameraden Platz. Doch wenn mehr Leute für einen Einsatz benötigt werden, werde es eng. Der Einsatz von privaten Pkws sei schwierig, da sie nicht als Einsatzfahrzeuge gekennzeichnet seien.
Doch Sven Flechner beruhigte. Bei der Anschaffung des Mannschaftswagens handele es sich um eine geplante Investition. Dafür erhalte die Stadt gesonderte Schlüsselzuweisungen. Von denen könne die Stadt den Eigenanteil für den Wagen stemmen. Der Rest werde über Fördermittel finanziert.
Auf der Jahreshauptversammlung wurde auch das Schaffen der Jugendwehr beleuchtet. Jugendwart Axel Fiddike machte auf einen Knackpunkt ganz besonders aufmerksam. „Wir haben hier in Penzlin nicht mehr die Möglichkeit, uns auf einem ausreichend großen Platz mit Wasseranschluss auf Wettkämpfe vorzubereiten“, sagte Fiddike.

35-mal mussten sie im Vorjahr ausrücken
In der Jugendwehr gibt es neun Mitglieder bei den Sechs- bis Zehnjährigen und ganze elf Mitglieder bei den 11- bis 18-Jährigen. Sie müssten stets nach Klein Lukow ausweichen, so Fiddike. Dadurch gehen für An- und Abreise etwa 30 Minuten von der zweistündigen Übungszeit verloren. Weil 2018 schließlich die Motivation fehlte und es Kommunikationsfehler gegeben habe, hätten sie leider nicht am Amtsausscheid teilgenommen. Er hoffe, dass in diesem Jahr eine Lösung gefunden werde. Sven Flechner bot hierbei seine Hilfe an. In der Regel würden für solche Übungen Sportplätze genutzt. Man müsse den Penzliner SV fragen, schlug er vor.
Abschließend gab es für die Wehr noch ein kleines, aber wichtiges Geschenk. René Kittner und seine Kameraden freuten sich über einen robusten Laptop. Das Gerät erhielten sie von einem Energieunternehmen, das sich neuere Modelle anschafft und die alten ausmustert. Mit dem lichtunempfindlichen sowie staub- und sturzgeschütztem Gerät wird nun das Löschgruppenfahrzeug ausgestattet. „Damit können Datenbanken wie Gebäude- oder Geländepläne beim Einsatz abgerufen werden“, sagt Kittner.
Die Penzliner Wehr zog auch Bilanz: So war sie von Juli bis September 2018 teilweise fast alle zwei Tage zu einem Feld- oder Waldbrand draußen. „Die Einsätze haben uns immer wieder vor Herausforderungen gestellt, aber in Zusammenarbeit mit den anderen amtsangehörigen Wehren konnten wir sie gut lösen“, sagte Wehrführer René Kittner.
Insgesamt musste die Wehr 35 Mal ausrücken, worunter 22 Brandeinsätze und 13 Hilfeleistungen waren. Die Wehr hat derzeit 42 aktive Mitglieder. Davon arbeiten zehn Kameraden in der Verwaltung oder Bauhof, um die Tageseinsatzbereitschaft abzusichern.

18.02.2019 
Quelle: Nordkurier 

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