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02.11.2019

Gratis-Surfen im Penzliner Hexenmuseum

Viel Geld bekommt Penzlin, um einen städtischen W-Lan-Hotspot zu installieren. Drei Standorte wurden diskutiert – gegen zwei sprachen triftige Gründe.

Penzlin. Internetzugang mitten in Penzlin, doch wo? Genau auf diese Standortfrage haben Punschendörps Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses eine eindeutige Empfehlung abgegeben. Städtisches W-Lan soll es künftig nämlich auf der Alten Burg – dem Museum für Hexenverfolgung und Alltagsmagie – geben.
Ob es letztendlich beim Standort für den Städtischen W-Lan-Hotspot bleibt, müssen in letzter Instanz die Stadtvertreter entscheiden. Dass der Vorschlag in jedem Fall plausibel ist, begründet Penzlin Städtchen Sven Flechner (WPL) unter anderem mit der zentralen Lage der Alten Burg und der touristischen Attraktivität. Denn vorrangig sollen mit dem W-Lan Touristen angesprochen werden. Vor diesem Hintergrund scheint es eine kluge Wahl, den Hotspot am größten Anziehungspunkt der Stadt zu installieren. „Immerhin zieht die Alte Burg in der Regel jährlich bis zu 20 000 Besucher an. Hier finden über‘s Jahr auch die meisten Veranstaltungen statt“, argumentiert Flechner für diesen Standort als optimalste Wahl. Zusätzlich zum „normalen“ Besucherstrom kämen noch einmal gute 6000 Besucher zum Mittelalterspektakel im August oben drauf.
Hotspot soll Strahlkraft von 50 Metern haben
Stimmen die Penzliner Stadträte für den W-Lan-Standort, dessen Kosten vollständig gefördert werden, könnte der laut Flechner vielleicht schon in einem halben Jahr eingerichtet sein. Die Förderung in Höhe von 15 000 Euro wird für einen Standort aber wohl ausgeschöpft werden. Weitere W-Lan-Hotspots innerhalb der Stadt seien – auch angesichts des eng geschnallt en Gürtels zugunsten eines ausgeglichenen Haushaltes – in absehbarer Zeit nicht zu erwarten.
Neben der Alten Burg standen mit der Schule und dem im März neu eröffneten Literaturmuseum um den Homer-Übersetzer Johann Heinrich Voß noch zwei weitere potenzielle Standorte zur Verfügung. Das Begehren nach W-Lan auf dem Schulgelände könnte sich aber durch Gelder aus dem Digitalpakt auflösen. Und das Voß-Haus kann (noch) nicht mit der Besucherzahl des Hexenmuseums konkurrieren. Und vielleicht, lächelt Flechner, könnten sogar die Nutzer des Veranstaltungszentrums in der Neuen Burg etwas vom Stadt-W-Lan auf dem Burggelände haben. „Denn der Hotspot soll eine Strahlkraft von 50 Metern haben.“, erklärt der Penzliner Bürgermeister. Grundsätzlich aber gelte: Städtisches W-Lan sei für Gäste der Stadt, Breitband für die einheimische Bevölkerung.Abgesehen von dem Standort erwägt die Stadt außerdem, den Hotspot dazu zu nutzen, um die Besucher auf Apps und weitere touristische Höhepunkte – wie zum Beispiel auch das Voß-Haus – aufmerksam zu machen.

02.11.2019 
Quelle: Nordkurier 

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