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10.10.2019

Hoffnungsschimmer für fehlende Hortplätze

Insgesamt 16 Eltern fehlt ab dem Schuljahr 2020/21 ihr Hortplatz in der evangelischen Kita Penzlins, weil dafür die Betriebserlaubnis ausgelaufen ist. Der Bedarf an Hortplätzen soll nun vom Schulsekretariat gesammelt werden, damit in Penzlin eine Übergangslösung geschaffen werden kann.

Penzlin. Ab dem kommenden Schuljahr fehlen 16 Eltern die Hortplätze. Denn der gesamte Hort der evangelischen Kita „Simon unter‘m Regenbogen“ brach wegen eines fehlenden zweiten Rettungsweges weg. Von der jüngsten Stadtvertretersitzung hätten sich betroffene Eltern wie Melanie Weinrich aus Groß Vielen und Janine Henning aus Penzlin konkretere Informationen gewünscht, als sie bekommen haben. Beide Kita-Elternräte fragen auch nach der Sitzung: „Wo bringen wir unsere Kinder unter und wann bekommen wir konkrete Zusagen?“ Weinrich hofft auf eine zeitnahe Lösung, schließlich dränge die Zeit.
Die Kinder, die zum Schuljahr 2020/21 eingeschult würden, müssten bis spätestens nächste Woche an den entsprechenden Stellen angemeldet werden. Eltern wie Weinrich kommt es bei der Schulwahl auch auf die Hortbetreuung an. Feststeht schon jetzt, dass der kitaeigene Hort der evangelischen Kinderbetreuungseinrichtung auch zum kommenden Schuljahr voraussichtlich keinen Hort anbieten kann, obwohl Pastor Hartmuth Reincke von der Kirchengemeinde Penzlin-Mölln als Träger der Kita am Vorhaben festhält, wieder einen Hort zu installieren.
Weinrich erwägt, ihren Sohn mangels Hortplatz gleich gar nicht in der Penzliner Grundschule anzumelden. Gespräche mit Warener Schulen und auch der in Möllenhagen liefen. Janine Henning, die Vorsitzende des Kita-Elternrates bei „Simon unter‘m Regenbogen“ überlegt, ihre Tochter einen Schulwechsel von Penzlin nach Neubrandenburg zuzumuten. Also ein Wechsel aus dem Ort, in dem sie derzeit die zweite Klasse besucht, zum Arbeitsort der Eltern. Ob ein Schulwechsel wirklich ansteht, hänge davon ab, ob es in ein, zwei Wochen eine konkrete Information gebe. Und so wie sie sehen es auch andere. Daher „sehe ich den Penzliner Schulstandort als sehr gefährdet“.
Eltern, die dringend ab nächstem Schuljahr einen Hortplatz benötigen, derzeit aber keinen in Penzlin bekommen, sollen sich getrost im Schulsekretariat auf eine „Hort-Liste“ setzenlassen, regte Bürgermeister Sven Flechner (WPL) an. Reiche die gemeldete Zahl für eine Gruppe, würde versucht, eine Übergangslösung in neuen Räumlichkeiten zu finden. Steffen Burr – CDU-Stadtrat und Unternehmer – kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Er möchte nämlich den alten Netto in Penzlin in eine Kita umwandeln und so den Bedarf der 62 Betreuungsplätze, davon 20 Hortplätze, abdecken, den das Jugendamt ermittelt hat. Der Bauantrag ist zwar eingereicht, Baugenehmigung und Betriebserlaubnis lägen jedoch noch nicht vor. Eine Fertigstellung der Kita zum Schuljahresbeginn 2020/21 scheint ebenfalls unwahrscheinlich. Bei mehreren Hortkindern könnte aber schon zuvor eine Hortbetreuung angeboten werden. Das Personal stünde bereits vorab zur Verfügung, weiß Flechner und lässt in seinen Aussagen noch eine weitere Möglichkeit anklingen: Ein Kitabau und -betrieb durch die Stadt. Öffentlich möchte niemand der Beteiligten darüber sprechen. Und auch zur Stadtratssitzung wurde das Thema „Hort“ kurzfristig in den nicht-öffentlichen Teil geschoben.

10.10.2019 
Quelle: Nordkurier 

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