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06.11.2019

Ist das Heinrich-Schliemann-Museum einen Besuch wert?

Zwei Schülerpraktikanten des Nordkurier nahmen das Müritzeum genauer unter die Lupe und schauten, was es für die Jugend zu bieten hat. Es war aber nicht das einzige Museum, was die beiden besuchten … Auch dem Schliemann-Museum statteten die Praktikanten einen Besuch ab und bewerteten es anschließend ebenfalls.

Ankershagen. Wir wollen zuerst einen alten Brief von Heinrich Schliemann lesen. Doch das ist gar nicht so leicht: Er ist in altdeutscher Schrift geschrieben und darum schwer zu entziffern. Zum Glück verrät uns ein Schild neben dem Brief, worum es geht.
Der Name Heinrich Schliemann ist uns nicht fremd. Claas war schon vor der Renovierung des Museums einmal in Ankershagen, und die Sagen und Überlieferungen von Troja sind uns schon bekannt. Über die Bedeutung der Entdeckungen Schliemanns haben wir im Geschichtsunterricht gesprochen. Hailie war noch nie dort. Neugierig ist sie trotzdem, da sie von ihren Freunden schon viel Gutes gehört hat. Darum freuen wir uns umso mehr, das neue Heinrich-Schliemann-Museum besuchen zu können.
Unser Blick streift an Holztafeln entlang, die über Schliemanns Herkunft erzählen. Der Raum ist hell und modern und wirkt dadurch sehr einladend. An der Wand hängt ein großer Bildschirm, der uns neugierig macht. Wir drücken einen der Knöpfe und tauchen in die Geschichte ein.
Fast jeder Themenraum hat einen Bildschirm. Uns fällt auf, dass die Räume durch verschiedene Farben gekennzeichnet sind. So ist der Raum „Schliemann und seine russische Familie“ mit pinken Elementen ausgestattet. Im selben Zimmer: kleine Gefäße, gefüllt mit Schwefel und Tee, mit denen Heinrich Schliemann gehandelt hat. Toll ist auch ein altes Schreibpult, das zu einer Vitrine umfunktioniert wurde. In ihr befinden sich zwei Schriftstücke.

Großes Staunen über die Goldmaske vom König
Unser Blick wandert weiter zu einer Reihe von Fotos und einer Schliemann-Büste in einer Glasvitrine. Auch der nächste Raum ist toll gestaltet. Auf dem Boden ist eine große Weltkarte abgebildet und von der Decke bis auf den Weltkartenboden sind Drahtseile befestigt mit festgeklammerten Fotos. Es sind Orte, die der Mecklenburger besucht hat: Malta, Athen, Paris, Mykene, Peking. Wir hätten nicht gedacht, dass er im Zeitalter von Schiff und Kutsche so viel in der Welt unterwegs war. Uns fällt auch zum ersten Mal auf, dass die Wände, an denen die Infotafeln und Requisiten hängen, Muster und Bildchen zeigen. Sie wurden in die Holzwände geschnitzt.
Besonders gut gefallen hat uns das detaillierte Modell des Schliemann-Anwesens in Griechenland, wo er mit seiner Familie lebte. Vor dem Haus steht ein tanzendes Paar. Beeindruckend, wie groß sein Haus im Verhältnis zu den Figuren war. Wir lesen Texte über Ehefrau Sophia und den Alltag in Griechenland.
Ein Gang thematisiert den Nachlass des Archäologen und das Erbe seiner Frau. In den Zimmern sind Lautsprecher angebracht, die mit Klängen und Monologen eine interessante Atmosphäre schaffen. Das nächste Zimmer greift die Anfänge seiner Ausgrabungen auf. Er reiste vor allem in den Süden, weshalb dieser Raum wüstenartig gestaltet ist. Die rauen Oberflächen der Rahmen sollen sich wie Sandstein anfühlen. Beim Öffnen von Schubladen erblicken wir Tonscherben und kleine Gefäße Was uns am meisten staunen lässt, ist aber die Goldmaske von König Agamemnon

Renovierung des Museums hat sich definitiv gelohnt
Wir nähern uns dem Ende der Ausstellung und schlendern in den Themenbereich „Schliemann und Troja“. Dort werden alte Bücher aus dem 19. Jahrhundert ausgestellt. Sie berichten über die große Sensation der Entdeckung Trojas. Doch das ist nicht das, was uns an diesem Raum am meisten beeindruckt. Sofort bemerken wir den glitzernden Schatz des Priamos. Die goldene Halskette lässt alles andere ebenfalls erstrahlen. Auf dem Schild daneben ist vermerkt, dass sie nur eine Nachbildung ist.
Von Herbst 2018 bis Juni 2019 war das Museum wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Doch die haben sich gelohnt: Wir sind begeistert, es wurde viel moderne Technik mit eingebunden. Am besten ist das Museum mit dem Auto zu erreichen. Je nach Wohnort kann man aber auch mit dem Rad oder mit dem Bus hinfahren. Ein Besuch des Museums lohnt sich für Jugendliche auf jeden Fall.

06.11.2019 
Quelle: Nordkurier 

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