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19.12.2018

Jede Menge neue Ideen für die alte Büdnerei

Drei Schauspieler und ein Regisseur haben im letzten Jahr die Büdnerei Lehsten erworben. Nach einem Jahr stehen die ersten umfangreichen Pläne. Bei einem könnte das bäuerliche Anwesen sogar selbst zur Kulisse werden.

Lehsten. Wer als Anschrift die Friedrich-Griese-Straße 31 in Lehsten in sein Navigationsgerät eintippt, wird zur wohl prominentesten Adresse in dem Ort geführt. Zur Büdnerei, einem charmanten bäuerlichen Anwesen mit roten Klinkern und grünen Fenstern. Das historische Ensemble haben seit dem letzten Jahr zwei befreundete Schauspielerpärchen erworben. Das Quartett um den ARD-Kommissar Aljoscha Stadelmann mit seiner Frau Johanna Bantzer sowie Sarah Franke und Alexander Eisenach (Regisseur) wollen an dieser Adresse in Lehsten einerseits Entspannung von der Alltagshektik suchen, auf der anderen Seite einen attraktiven Ort der Kultur und Begegnung etablieren.
Dass die Büdnerei bereits für Kunst, Kultur und stilvolle Veranstaltungen ein magnetischer Anzugspunkt ist, haben die Schauspieler in diesem Jahr bemerkt. Die Bilanz nach dem ersten Jahr mit Konzerten & Co. sieht positiv aus, meint Sarah Franke, die sich zum traditionellen Weihnachtsmarkt einige Minuten zum Plaudern nimmt, während um sie herum in den geschmückten Räumen Handwerk, Kunst und Musik Besucherherzen höher schlagen lässt. Das Herz der 33-Jährigen schlägt für‘s Theater. Daher sei auch geplant, auf dem Gelände der Büdnerei ein Kunst- und Theaterfestival auf die Beine zu stellen. Voraussichtlich aber noch nicht im Jahr 2019. Für die Zeit danach stehen die Chancen gut. Sarah Franke schaut zuversichtlich gen Zukunft. Die Dorfgemeinschaft nehme die Schauspieler herzlich auf. „Derzeit bauen wir uns hier ein Netzwerk auf“, setzt sie weiter fort. Ein Netzwerk aus möglichen Unterstützern und Akteuren.
Zum Weihnachtsmarkt am vergangenen Wochenende haben sich die Besucherströme entlang der 24 Händler geschlängelt. Die meisten kleinen Besucher blieben im großzügigen Bastelraum „kleben“, wo nicht nur gemalt wurde, sondern auch Häuser aus Holzstäbchen gebaut wurden.

Saisonales Gärtnern als Angebot für Feriengäste?
Beides ein Blick in die Zukunft. „Künftig wollen wir mehr mit Kindern arbeiten. Sie sollen bei unseren Veranstaltungen mehr Platz und Raum bekommen“, verweist Sarah Franke auf entsprechende Angebote. Um das zu bewerkstelligen, schafften die neuen Eigentümer schon mal Kinderstühle an. Der Schwerpunkt liege nach wie vor auf Kultur und Kreativem. Später, wenn alles weiter gediehen ist, sei sogar die Gründung eines Vereines angedacht, erzählt Johanna Bantzer.
In Sachen Kreativität ist die Büdnerei jedenfalls weiterhin in perfekten Händen. Für nicht ausgeschlossen halten es die Schauspieler zum Beispiel, dass es irgendwann ein Drehbuch geben wird – zugeschnitten auf und für die Büdnerei. Mit Alexander Eisenach als Regisseur hätte man schon einen fachkundigen Experten in punkto Dramaturgie und Spannungsbogen.
Aber nicht alles soll sofort angefasst werden. Das Büdnerhaus Nummer 1 wird aber wohl nicht mehr lange warten können. An der Außenfassade sind die Fugen porös. Zum Teil drücken sich die Klinkersteine aus der Mauer heraus. Notwendig ist eine Fugensanierung. Die soll laut Bantzer schon im nächsten Jahr in Angriff genommen werden. Im Sommer 2019 gibt es vielleicht schon den ersten nutzbaren Kreativraum.
„Für Gartenprojekte suchen wir beispielsweise noch Netzwerkpartner“, blickt Johanna Bantzer in die Zukunft. Die dahinter stehende Idee greift das Konzept des „Urban Gardening“ auf, bei dem – bisher eher in Großstädten verbreitet – kleinräumige Flächen gärtnerisch genutzt werden. Im Beispiel Lehsten würde aber wohl das „Büdner Gardening“ praktiziert – und das soll auch den in der Büdnerei untergebrachten Feriengästen angeboten werden. So könnten diese auf gezielten Flächen saisonal und selbst Angepflanztes ernten. Das sieht Johanna Bantzer als mögliches Alleinstellungsmerkmal für Nutznießer der Region.

19.12.2018 
Quelle: Nordkurier 

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