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26.06.2019

Kita kämpft um längere Öffnungszeiten

Die „wild wurzeln“ schlagen aus: Das Vorhaben, die Kindereinrichtung im Passentiner Slawendorf zu erweitern, braucht nun Geldgeber. Eine sechsstellige Summe muss aufgetrieben werden. Geld, über das der Trägerverein nicht verfügt.

Passentin. Die meiste Zeit verbringen die 20 Knirpse, die die Passentiner Kinderbetreuungseinrichtung im Penzliner Land besuchen, ohnehin an der frischen Luft. Dort erkunden sie zusammen mit ihren Betreuern die Natur oder bauen Biwaks. Das natur- und umweltverbundene Konzept des Vereins „wild wurzeln“ für ganzheitliche Naturbildung stößt auf Gegenliebe bei den Eltern. So sehr, dass von deren Seite längere Öffnungszeiten gewünscht werden, damit die Kinder nicht nur bis 14 Uhr ihre Zeit in der Natur-Kita verbringen können. Der Trägerverein „wild wurzeln“ möchte auf diesen Wunsch eingehen. Das setzt allerdings eine riesige Investition und damit auch eine Geldsumme voraus, über die der Verein nicht verfügt.
Eltern, die ihre Kinder momentan in Passentin betreut wissen möchten, müssen mit einem Teilzeitplatz von 8 bis 14 vorlieb nehmen. „Wir planen nun, die Öffnungszeiten um vier Stunden zu verlängern“, erzählt Anna Fink. Sie ist die Vorsitzende des Vereins. Eltern sollen die Möglichkeit bekommen, ihre Sprösslinge bereits um 7 Uhr in der Natur-Kita abzugeben, wo sie dann bis 17 Uhr betreut werden können.
Das Jugendamt des Kreises segnet die Pläne aber nur unter einer bestimmten Voraussetzung ab: Eine entsprechende Schutzunterkunft muss her – und zwar auch in entsprechender Größe. Solch eine Unterkunft existiert auf dem Gelände des Slawendorfs bereits, ist allerdings zu klein. Mehr als ein Dutzend Kinder müssten sich im Fall von extremen Unwettern dort einen etwa 20 Quadratmeter großen Gruppenraum teilen.
Das reicht für die Zukunftspläne nicht aus. Ein größerer Raum, ein ganzer Bau mit ungefähr rund 150 Quadratmetern Gesamtfläche soll her. Ausgestattet mit einem 50 Quadratmeter großen Gruppen- und einem 20 Quadratmeter großen Nebenraum für die Kleinen (wie vom Jugendamt gefordert) sowie Küche, Lagerräume und Büros für die Mitarbeiter. Aus diesem Grund soll investiert werden – nicht in den Bestandsbau, der ohnehin in die Jahre gekommen ist, sondern vielmehr in einen Neubau. Eine Baugenehmigung werde beim Kreis gegenwärtig eingeholt, erklärt Fink. Die große Herausforderung werde aber darin bestehen, die gegenwärtig prognostizierte Finanzsumme von 220 000 Euro zusammenzubekommen. Allein aus Eigenmitteln des Vereins sei das Ganze nicht finanzierbar. Dennoch flatterte in den letzten Wochen mit der Fördermittelzusage vom Landkreis ein hoffnungsvolles Schreiben nach Passentin. Insgesamt 65 000 Euro werden dem Verein dabei in Aussicht gestellt. Doch das reicht natürlich noch lange nicht.
„Wir würden uns riesig freuen, wenn es dafür noch Unterstützer gäbe“, sagt Fink gegenüber dem Nordkurier. Interessenten können über die Telefonnummer 0160 3787228 Kontakt zum Trägerverein aufnehmen und bei der Verwirklichung des Wunsches helfen, den Neubau bis zum Ende des kommenden Jahres fertigzustellen, um längere Öffnungszeiten anbieten zu können. Währenddessen sucht der Trägerverein nach weiteren Fördertöpfen und nimmt außerdem Kontakt zu Stiftungen auf.

26.06.2019 
Quelle: Nordkurier 

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