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24.01.2020

Mehr Bewegung mit neuem Auto

Der momentan größte Neuzugang im Fuhrpark der Penzliner Sozialstation ist ein Ford, der zum Teil spendenfinanziert ist. Damit können seit kurzem vier ältere Menschen wieder stärker in die Gemeinschaft integriert werden.

Penzlin. Siegrid Bojarra fühlt sich nicht mehr so sicher beim Ein- und Aussteigen in ein Auto. Altersbedingt. Mit einer Neuanschaffung der Penzliner Sozialstation, einem „Kind“ der evangelischen Kirchgemeinde Penzlin-Mölln, wird nun aber alles besser. Der Transporter bietet großzügig Platz und zwei entscheidende Details, bei denen sich Senioren wie Siegrid Bojarra sicherer fühlen. Die Hand der Mitfahrer findet nun beim Ein- und Aussteigen an einem extra angebrachten Griff im Innenraum mehr Sicherheit. Fassten die Fahrzeuginsassen früher an die Karosserie, bestand immer die Gefahr des Fingerquetschens, erklärt die Betreuungskraft Liane Witt. Sie holt Senioren von zu Hause ab, fährt sie zur Sozialstation oder aber zu Arztterminen bis nach Greifswald. Und sie hat in der Vergangenheit erlebt, wie schwer vor allem älteren Menschen manche Fahrten gefallen sind, weil einfach die körperlichen Kraftreserven nicht ausreichten, um in ein „normales“ Fahrzeug einzusteigen. Vom Neuzugang im Penzliner Fuhrpark profitieren laut Regina Schwarz-Menzdorf von der Sozialstation vor allem die stark gehbeeinträchtigten Menschen und natürlich die Rollstuhlfahrer. Sie haben zumeist nicht die Kraft, ins Fahrzeug zu gelangen. Weiterhin war das Einsteigen auch für Personen mit Balanceproblemen sehr schwierig.
Für diese Menschen kommt der zweite Pluspunkt des Fahrzeuges, die elektrisch ausfahrbare Rampe, gerade recht. So können die Älteren in kleinen Schritten ihre Beine viel sicherer vom Boden des Fahrzeugs hinunter auf den Erdboden stellen. Bei Patienten, die die Fahrzeughöhe partout nicht überwinden konnten, griffen die Mitarbeiter, so Liane Witt, in der Vergangenheit auf einen untergestellten Hocker zurück. Das funktionierte zwar, aber ideal war es längst nicht.
„Die Rollstuhlfahrer profitieren am meisten von unserem neuen Fahrzeug“, sagt Schwarz-Menzdorf über die Fuhrparkerweiterung, die seit Dezember zur Verfügung steht. Die Sozialstation konnte sogar vier neue Klienten gewinnen. Bislang mussten manche Anfragen von der Sozialstation sogar abgelehnt werden. Die richtige Transportmöglichkeit war einfach nicht da. Das ist nun vorbei.
Den vier „neuen“ Senioren ist durch diese Verbesserung wieder mehr Teilhabe am sozialen Leben möglich. Etwa durch regelmäßige Frühstücksrunden in Gemeinschaft mit Betreuungskräften und anderen Älteren aus Penzlin samt Ortsteilen. Mit dem Fahrzeug zieht also wieder mehr Vielfalt in das Leben einiger. Sie kommen wieder mehr unter Menschen.
Rechnet Schwarz-Menzdorf die wöchentlichen Fahrten mit dem neuen Transporter zusammen, kommt sie auf rund 20 Hol- und Bringdienste. Dass sich die Sozialstation die etwa 22 000 Euro teure Anschaffung leisten konnte, dazu trugen der Zufall und auch Glück bei. Durch die Aktion „Hand in Hand für Norddeutschland“ – eine Spendenaktion des NDR – flossen etwa 5000 Euro ins Säckel der Sozialstation. Damit konnte das größere Auto finanziert werden.

Kontakt

Frau Gesa Pasch
Amt für Hauptverwaltung und Bürgerdienste
Öffentlichkeitsarbeit, Kultur, Schule
Warener Chaussee 55a
17217 Penzlin

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Fax+49 3962 2551-52
g.pasch@penzlin.de