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05.11.2019

Ohne Hortplatz in Penzlin andere Schule gewählt

Im Moment bietet nur die Awo-Kita in Penzlin knapp 20 Hortplätze an. Im nächsten Schuljahr suchen aber 35 Erstklässler einen Platz. Der Hortplatzmangel wird zur Gefahr für den Schulstandort Penzlin. Die Stadt bastelt nun an einer Übergangslösung.

Penzlin. Wenn im nächsten Sommer das neue Schuljahr startet, dann werden nach bisherigem Stand 35 Erstklässler in Penzlin einen Hortplatz brauchen. Das hat eine Bedarfsanmeldung von Eltern ergeben, die ihr Kind im kommenden Jahr gern an die Voß-Schule mit Grundschulteil schicken würden, gleichzeitig aber auch eine Nachmittagsbetreuung für ihren Spross benötigen.
Dass Eltern schon gut ein Dreivierteljahr vor dem neuen Schuljahr die Notwendigkeit eines Hortplatzes anmelden, ist so bislang in der Stadt noch nicht vorgekommen. Zwingend notwendig wurde der Schritt durch einen Mangel an Hortplätzen, da die Betreuung der Schulkinder im Sommer in der Penzliner evangelischen Kindertagesstätte weggebrochen war.
Das heißt: Penzlin bietet ab kommenden Jahr theoretisch nur die freien Plätze, die in einer von der Awo geführten Einrichtung zur Verfügung stehen. Mit dieser Kapazität würden aber wohl nicht einmal die Hälfte der Kinder unterkommen. Denn die bestehenden knapp 20 Hortplätze werden nicht nur von Erstklässlern, sondern auch von älteren Grundschülern besetzt.
Melanie Weinrich aus Groß Vielen zählt zu den betroffenen Müttern, die bislang um einen Hortplatz bangen mussten. Sie und ihr Mann sind berufstätig und wären ab 2020 für den aktuell fünfjährigen Sohn auf eine Nachmittagsbetreuung angewiesen. Ihr Hortplatz in der kirchlichen Einrichtung „Simon unter’m Regenbogen“ ist weggefallen. Um der Unsicherheit einer Lösung auf einen Hortplatz zu entgehen, hat sie ihren Spross nun in der evangelischen Grundschule Möllenhagen angemeldet. „Ohne den Hortmangel wäre ich gar nicht auf die Idee gekommen, mich in Möllenhagen zu bewerben“, erzählt die zweifache Mutter aus Groß Vielen.

Kita mit Hort für 62 Kinder geplant
Ein Kind mehr für Möllenhagen – das bedeutet gleichsam ein Erstklässler weniger für die Penzliner Schule, die ihrerseits stetig um jeden Eleven kämpft, damit der Schulstandort nicht gefährdet wird. Eigentlich, sagt Weinrich, sollte auch ihr Jüngster – derzeit gerade mal anderthalb Jahre alt – die Penzliner Schule besuchen. Nun wird sie auch ihn voraussichtlich in Möllenhagen anmelden.Eine gute Nachricht gibt es aber für die, die Penzlin die Treue halten wollen. Steffen Burr, der auch für die CDU im Stadtrat sitzt, arbeitet seit rund einem Jahr daran, eine Kita samt Hort im ehemaligen Netto in Penzlin mit 62 Plätzen zu installieren. Der sei 2020 natürlich noch nicht fertig. Aber durch den in der Schule angemeldeten Hortbedarf zeichne sich ein Betreuungsbedarf für die Nachmittagsstunden ab, der aus unternehmerischer Sicht interessant sein könnte, reagiert Bürgermeister Sven Flechner (WPL) auf die Rückmeldung.
Der Plan sehe es nun also vor, dass Burr mit dem Hortbetrieb schon dann startet, obwohl die Kita noch nicht gebaut ist. Dafür sollen ihm Räume in der Schule als Übergangslösung zur Verfügung gestellt werden. Diese Lösung würde voraussetzen, dass Burr auch das dafür notwendige Personal schon zu einem früheren Zeitpunkt beschäftigen kann. Das sei, versicherte der CDU-Mann, kein Problem. Die entsprechenden Fachkräfte könnten nach seiner Aussage schon früher ihren Dienst aufnehmen.
Perspektivisch, warf Stadtchef Flechner allerdings in den Ring, werde es ohnehin so sein, dass innerhalb von fünf Jahren unter Federführung der Stadt eine Kita mit Hort gebaut und betrieben werden soll – auf dass Eltern bald nicht mehr so lange um einen Hortplatz in Penzlin bangen müssen.

05.11.2019 
Quelle: Nordkurier 

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